• 14.11.2011, 17:01:31
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Wo ist Grassers Geld?"

Der Ex-Finanzminister schickt viel Geld auf Weltreise. Das geht uns was an.

Wien (OTS) - Wo war mei Leistung?" fragte Walter Meischberger, das
fröhliche Genie aus Tirol, das jahrelang seine bescheidenen
Begabungen mit dubiosen Geschäften vergolden konnte. "Wo is mei Geld"
muss sich Karl-Heinz Grasser fragen, denn sogar die Ermittler tun
sich inzwischen schwer, die geheimnisvollen Wege von vielen Millionen
zu verfolgen.
Sicher ist: Grasser hat in wenigen Monaten bei Meinl viele
Millionen verdient. Das stört höchstens Anleger, die, auf Grasser
vertrauend, ihr Erspartes bei Meinl International Power angelegt
haben. Aber warum musste das Geld auf Stiftungen in Liechtenstein
verschoben werden, wenn Grasser ganz offensichtlich seinen
Lebensmittelpunkt in Österreich hatte.Und warum musste Grassers
Trauzeuge Meischberger für viele seiner sagenhaften Geschäfte
verborgene Wege über Zypern, Delaware, die Karibik und Australien
wählen? (siehe Seite 4)
Der Staatsanwalt ist inzwischen überzeugt davon, dass ein Teil
der BUWOG-Millionen auf ein Konto geflossen ist, das Grasser
zuzurechnen ist. Es wird Zeit, dass Grasser aufhört, sich hinter
Stiftungen zu verstecken und beweist, dass er supersauber ist. Er hat
zu kurz nach seiner Amtszeit zu viel Geld ins Ausland gebracht.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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