Wer nicht hören will, muss fühlen (von Ralf Mosser)

Ausgabe 14. Nov. 2011

Klagenfurt (OTS) - Reformen wozu, Hauptsache Bunga-Bunga, Politik als Spaßprojekt - jahrelang hat Silvio Berlusconi seinen Landsleuten auf der Nase herumgetanzt, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes auf ihn pfiffen. Nun ist der Cavaliere fort, aber die Probleme sind geblieben. Das Schlimme: Italien kann sie nicht alleine lösen. Dabei ist es im Gegensatz zu Griechenland kein Pleitekandidat. Die Wirtschaftsleistung ist stark, die Schuldenlast nicht erdrückend. Allerdings - wenn die Zinsen für italienische Staatsanleihen weiter steigen, wird sie es bald sein. Den steigenden Zinsen kann nur die EZB entgegenwirken, indem sie italienische Staatsanleihen aufkauft und so hilft, die Zinsen zu senken. Das wissen alle - auch die Deutschen; nur, die wollen es nicht hören. Bleibt zu hoffen, dass die Vernunft über den nationalen Egoismus siegt. Wenn nicht, heißt es bald: Wer nicht hören will, muss fühlen.

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