Pressestunde (2) - Stöger: Schuldenreduktion bei Krankenkassen sorgt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Spitalsreform: Mehr Qualität, Transparenz und einheitliche Rahmenbedingungen - Schönheits-OPs: Schutz von Minderjährigen im Vordergrund

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger legte in der ORF-Pressestunde am Sonntag die wichtigsten Schritte seiner Reformen im Gesundheitsbereich dar. Der erste, ganz zentrale Schritt sei der Abbau der Schulden der Krankenkassen und damit die Sicherung der Finanzierung des Gesundheitssystems, erklärte Stöger: "2010 ist es erstmals seit 1998 gelungen, dass alle Gebietskrankenkassen positive Ergebnisse haben. In drei Jahren meiner Amtszeit sind die Schulden von 1,2 Mrd. Euro um mehr als 500 Millionen Euro reduziert worden." Damit hätten die Menschen die Sicherheit, dass sie gut versorgt werden und die Versorgung finanziell gesichert ist, so der Gesundheitsminister. ****

Weiters habe er die Rahmenbedingungen für Gruppenpraxen geschaffen, die eine deutliche Verbesserung der Versorgung besonders im ländlichen Bereich darstellen und eine moderne Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten ermöglichen. Als dritten Schritt nannte Stöger die Spitalsreform. Dazu ist es dem Gesundheitsminister gelungen, erstmals alle Partner, von den Bundesländern über die Sozialversicherungsträger bis zum Bund, an einen Tisch zu bringen. Für Stöger ist klar: "Wir brauchen mehr Qualität in den Spitälern, wir brauchen mehr Transparenz und wir brauchen einheitliche gesetzliche Regelungen in ganz Österreich." Die Verantwortlichkeiten müssten klar festgelegt werden. Er arbeite in der Frage der Spitalsreform gut mit den Bundesländern zusammen und er sei überzeugt, zu einem guten Ergebnis zu kommen, bekräftigte der Gesundheitsminister.

Stöger betonte zudem die Wichtigkeit von Prävention im Gesundheitswesen. In diesem Zusammenhang erwähnte Stöger den Nationalen Aktionsplan Ernährung sowie den Kindergesundheitsdialog, wo ganz klar die Fragestellung im Vordergrund stehe, wie die Prävention verstärkt werden kann. Als konkrete Projekte zur Verbesserung der Ernährung, vor allem von Kindern, nannte Stöger die neue Ernährungspyramide sowie die "Leitlinien Schulbuffet", das sind Empfehlungen des Gesundheitsministeriums für ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an österreichischen Schulbuffets: "Ab Jänner 2012 werden die Schulbuffets betreut. Damit erreicht wir 400.000 Kinder", erklärte Stöger.

Zum Thema "Verbot von Schönheitsoperationen für Unter-14-Jährige" sagte Stöger, es gehe ihm besonders um den Schutz von Minderjährigen. "Wir müssen Minderjährige vor einer Erwartungshaltung schützen, die von den Medien transportiert wird", betonte der Gesundheitsminister. Auch 14- bis 18-Jährige bräuchten einen besonderen Schutz, der organisiert werden muss. Außerdem müsse klar definiert werden, welche Qualifikationen Ärztinnen und Ärzte, die solche Operationen durchführen, haben müssen. Klar sei, dass er keine Werbung oder Preissauschreiben für Schönheitsoperationen haben will. (Schluss) pl

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