- 11.11.2011, 09:22:42
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Weltdiabetestag: 5000. NÖ-Patient bei Therapie aktiv
Erfolgsprojekt dank kontinuierlicher Betreuung und aktiver Patienteneinbindung
St. Pölten (OTS) - "Seit vier Jahren bieten wir gemeinsam mit
unseren Ärztinnen und Ärzten das Diabetes-projekt "Therapie aktiv" an
- und genau zum Weltdiabetestag 2011 haben sich 5000 Pati-enten
eingeschrieben", freuen sich NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter und
Generaldirektor Mag. Jan Pazourek über den Erfolg des
Versorgungsangebotes für "Zuckerkranke" (Typ- 2-Diabetiker/innen). In
den letzten Jahren ist eine drastische Zunahme des Typ 2-Diabetes
festzustellen. Grund dafür sind die steigende Lebenserwartung der
Bevölkerung und der ständige Anstieg des Durchschnittsgewichtes. In
Niederösterreich gibt es über 60 000 medikamentös behandelte
Diabetiker/innen.
"Gerne unterstützt und kofinanziert das Land Niederösterreich das
Reformpoolprojekt 'Therapie aktiv'. Wir hoffen im Interesse der
Volksgesundheit, dass in Anbetracht der ho-hen Anzahl an Diabetikern
in Niederösterreich die Zahl der mitwirkenden Ärztinnen und Ärzte und
auch der Patientinnen und Patienten noch größer wird", freut sich
LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka über die rege Teilnahme am Projekt.
Die Strategie, die hinter dem Reformpool-Projekt "Disease Management
Programm Dia-betes Mellitus Typ 2 - Therapie Aktiv" der NÖ
Gesundheitsplattform steckt: Menschen mit Diabetes werden
kontinuierlich von ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin betreut, wissen über
ihre Krankheit bestens Bescheid und werden aktiv in die Behandlung
miteingebunden. Das Besondere: Arzt und Patient vereinbaren nach
einer Basisuntersuchung individuelle, vor allem aber realistische
Therapieziele und Behandlungsstrategien. Das kann eine
Ge-wichtsabnahme sein, ein besserer Blutzuckerwert oder mehr
Bewegung. Untersuchungen in bestimmten Abständen und regelmäßige
Gespräche zwischen Arzt und Diabetiker ge-ben Aufschluss über den
Gesundheitszustand und ob die vereinbarten Ziele erreicht wur-den.
Wenn sich kein Erfolg eingestellt hat, werden gemeinsam Alternativen
überlegt. Zu-sätzlich gibt es spezielle Patientenschulungen u. a. zu
den Themen richtige Ernährung und richtiger Umgang mit Diabetes.
"Es ist wichtig, dass der Patient seine Krankheit und ihre Risiken
genau kennt und gewis-se Verhaltensregeln in seinem Alltag beherzigt.
Denn ohne seine Mitarbeit kann es keinen Behandlungserfolg geben",
erklärt Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, der prakti-sche Arzt
aus Weitersfeld Dr. Johann Jäger, das Erfolgsrezept von "Therapie
aktiv". We-gen der lange Zeit fehlenden spürbaren Beschwerden
unterschätzen leider viele Diabeti-ker, dass eine unerkannte oder
nicht ausreichend behandelte Zuckerkrankheit schwere gesundheitliche
Spätfolgen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Fußamputation
oder Nierenversagen auslösen kann. Die Vorteile eines Disease
Management Program-mes (DMP)? Dr. Jäger: "Durch den strukturierten
Behandlungsplan kann weniger überse-hen werden. Augenkontrolle,
Nierenwertkontrolle, Sensibilitätskontrolle der Füße - das alles ist
fix vorgegeben. Außerdem muss man für jeden Patienten jährlich einen
Doku-mentationsbogen ausfüllen. Spätestens da bemerkt man, wenn eine
Untersuchung fehlt."
Ein lebendes Beispiel ist sein "erster Patient", Hans Grünauer. Der
Waldviertler Pensionist hat seine Diabeteserkrankung jahrelang nicht
so ernst genommen. Zig Kilos nahm er durch Crashdiäten ab und wieder
zu. Dann startete er im Frühjahr 2007 mit "Therapie Ak-tiv" bei
seinem Hausarzt Dr. Jäger. Seit damals hat er über 30 Kilo abgenommen
- ohne Jojo-Effekt, er trinkt Wasser statt Cola und macht jeden Tag
Bewegung. "Ein bisschen habe ich mein Leben schon umgestellt - jetzt
halte ich mein Gewicht, alle Werte passen. Ich bin froh, dass ich am
Programm teilnehmen kann - es hat mir sehr geholfen. Ich möch-te das
Programm auf alle Fälle allen Betroffenen empfehlen!"
Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
mailto:[email protected]
www.noegkk.at
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