• 10.11.2011, 21:55:59
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Bildungsvolksbegehren: 383.820 (6,07 %) Unterschriften - Beachtliches Votum gegen den Stillstand und für die Zukunft unserer Kinder

Bildungsgipfel gefordert - Regierung und Parlament sind nun mit raschen Reformen am Zug

Wien (OTS) - "383.820 Unterschriften (6,07 %) für das
Bildungsvolksbegehren sind ein beachtliches, demokratisches Votum für
einen raschen Bildungsfrühling und gegen den lähmenden Stillstand in
Österreich. Wir freuen uns über diese breite Unterstützung und danken
allen Bürgerinnen und Bürgern, die unterschrieben haben und mit uns
rasche Reformen im Bildungssystem einfordern" erklärte
Volksbegehrens-Initiator Hannes Androsch. "Das Votum der Bevölkerung
ist ein deutlicher Anstoß, die Umsetzungen der Forderungen des
Volksbegehrens zügig in Angriff zu nehmen. Jede Unterschrift ist
wichtig und muss ernst genommen werden. Jetzt sind die Regierung und
das Parlament am Zug." Androsch fordert Bundeskanzler Faymann auf,
rasch einen Bildungsgipfel unter Einbeziehung der Parlamentsparteien,
Sozialpartner und Initiativen des Volksbegehrens einzuberufen.
"Dieses wichtige Zukunftsthema muss jetzt Chefsache werden. Beim
Bildungsgipfel soll ein Umsetzungsprogramm zu den 12 Forderungen des
Bildungsvolksbegehren erarbeitet werden."

"Die Stillstandspolitik hat ausgedient. Es geht um mehr und
bessere Bildung, die Schaffung eines zeitgemäßen und einheitlichen
Bildungssystems, aber auch um mehr Chancengleichheit und
Bildungsgerechtigkeit durch größere soziale Durchlässigkeit und der
bestmöglichen Ausschöpfung aller Talente. Nur dann, wenn unser Land
nicht länger bei der Bildung und Ausbildung abdriftet, werden wir
unsere gesellschaftliche Stabilität und die internationale
Wettbewerbsfähigkeit erhalten können", betont Hannes Androsch und
erwartet eine umfassende und intensive parlamentarische Befassung in
Form eines "besonderen Ausschusses" mit einem gesetzlich bindenden
Ergebnis. Der Ausschuss muss alle Forderungen des Volksbegehrens
hinreichend behandeln, öffentlich tagen und alle betroffenen Gruppen
mit einbeziehen.

"Am Thema Bildung kommt nun niemand mehr vorbei, zurecht:
Bildungsungerechtigkeit heute führt zu sozialen Spannungen morgen",
hebt Bernd Schilcher hervor und weiter: "Niemand aus der Politik kann
mehr über die Zukunft Österreichs reden, ohne die Bildungspolitik
mitzudenken. Das ist vielleicht der bisher größte Erfolg unserer
Kampagne. Aber wir sind aber erst am Anfang. Diese breite Bewegung -
getragen von Sozialpartnern, mehr als 80 Organisationen aus allen
ideologischen Bereichen und Prominenten - wird mit aller Kraft
weitergehen."

Schilcher ruft die Regierung und die im Parlament vertretenen
Parteien dringend dazu auf, das Volksbegehren sehr ernst zu nehmen:
"Das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in das
politische System ist bereits tief erschüttert. Den Ruf nach einer
umfassenden Bildungsreform nun im Parlament versanden zu lassen, wäre
ein katastrophales Signal. Das breite Verlangen der österreichischen
Bevölkerung nach umfassenden Reformen des gesamten Bildungsbereiches
über das Volksbegehrens-Ergebnis hinaus, wird außerdem durch viele
sozialwissenschaftliche Studien belegt. Die Regierung und das
Parlament sind daher dringend gefordert, dem Wunsch nach echten
Reformen Respekt zu zollen und demokratische Sensibilität an den Tag
zu legen. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!"

Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative
      Mag. Georg Koenne, Pressereferent
      T: 01/3100740-24
      F: 01/3100740-40
      E: [email protected]
      W: www.nichtsitzenbleiben.at

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