- 09.11.2011, 12:32:39
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Bgm Häupl ehrt Maria Rauch-Kallat mit Großem Goldenen Ehrenzeichen
Engagierte Politikerin mit "Liebe zum Konflikt"
Wien (OTS) - Bürgermeister Dr. Michael Häupl überreichte am
Mittwoch im Wiener Rathaus das Große Goldene Ehrenzeichen für
Verdienste um das Land Wien an die ehemalige ÖVP-Bundesministerin
Maria Rauch-Kallat. Häupl würdigte vor allem das politische
Engagement von Rauch-Kallat, "nicht zuletzt jenes für Wien".
An der Feier nahmen zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus
Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien teil, darunter Ungarns
Botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky, Stadträtin Sandra
Frauenberger, die ehemalige ORF-Generaldirektorin Monika Lindner und
Schauspieler Otto Schenk.
In seiner Laudatio betonte Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek das
politische und soziale Engagement der Geehrten und bedankte sich bei
seiner langjährigen politischen Weggefährtin für die "erfolgreiche,
spannungsgeladene und dadurch besonders produktive Zusammenarbeit".
Mit "Liebe zum Konflikt" habe sich Rauch-Kallat insbesondere auch für
das Soziale Hilfswerk (heute Wiener Hilfswerk) und für die
Gleichstellung von Frauen eingesetzt.
Rauch-Kallat bedankte sich für die "hohe Auszeichnung" und die
"positive Zusammenarbeit mit Wegbegleitern aller politischen
Parteien". Ein spezieller Dank gelte Erhard Busek, der sie in die
Politik geholt habe und ihr in vielen Bereichen noch immer Vorbild
sei.
Lebenslauf Maria Rauch-Kallat
Maria Rauch-Kallat wurde 1949 in Wien geboren. Die ausgebildete
Hauptschullehrerin übte diesen Beruf von 1967 bis 1983 aus. Nach der
Erblindung einer ihrer Töchter begann sie sich ehrenamtlich zu
betätigen, insbesondere im Bereich der Elternselbsthilfe für
sehgeschädigte Kinder. In Folge übernahm sie die Leitung des Sozialen
Hilfswerks von 1983 bis 1992. Parallel dazu begann ihre politische
Laufbahn im Rahmen der Wiener ÖVP, die sie vorerst in den Bundesrat
und ab 1987 in den Wiener Landtag und Gemeinderat führte. 1988 wurde
sie Landesleiterin der Wiener ÖVP-Frauenbewegung, und sie baute den
"Club Alpha" auf, eine Art überparteiliche politische Akademie für
Frauen. 1992 wurde sie als Bundesministerin für Umwelt, Jugend und
Familie in die österreichische Bundesregierung berufen. Nach der
Nationalratswahl 1994 blieb Rauch-Kallat weiterhin Ministerin, aber
ausschließlich für die Umweltagenden. Von 1995 bis 2003 war sie
Generalsekretärin der ÖVP-Bundespartei, danach wurde sie
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen. Nach ihrem Ausscheiden
als Ministerin war Rauch-Kallat bis September 2011 Abgeordnete zum
Nationalrat. Weiters ist Maria Rauch-Kallat seit 2002 Vizepräsidentin
der Frauenorganisation der Europäischen Volkspartei sowie seit 2009
Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Komitees. (Schluss)
bon
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