Matznetter: Insolvenzentgeltfonds ist gute Konstruktion zur Insolvenzprävention durch Lehrlingsförderung

Qualitätsförderung in der Lehrausbildung statt Gießkannenprinzip

Wien (OTS) - WKÖ-Vizepräsident und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter weist die heutige Kritik der blauen Wirtschaft an dem Insolvenzentgeltfonds (IEF) zurück. "Der Insolvenzentgeltfonds ist eine gute Konstruktion, die im Rahmen zur Insolvenzprävention zur Förderung qualitativ hochwertiger Lehrlingsausbildung beiträgt", so Matznetter. Er begrüße es, dass über die Basisförderung hinaus auch gezielt Förderungen für besonders engagierte Betriebe aus dem IEF ausbezahlt werden. "Gute Qualität in der Ausbildung soll sich auszahlen und dafür ist der IEF ein gutes Instrument", so der WKÖ-Vizepräsident. Verwundert zeigte sich Matznetter darüber, dass sich die blaue Wirtschaft gegen die Lehrlingsförderung ausspreche. ****

Der IEF sei hier wie eine Art Ausgleichsfonds zu sehen: Alle Betriebe zahlen ein und profitieren dann in Form der Basis- und bei besonderem Engagement auch durch die Qualitätsförderung. Durch die gute Konjunktur wurden heuer sogar höhere Beträge einbezahlt, als erwartet und "dies kann doch im Sinne der Lehrlingsförderung nur zu begrüßen sein", sagte Matznetter. Für ihn sei die Zahlung der Lehrlingsförderung aus dem IEF absolut kein Widerspruch. Schließlich sei die beste Vorsorge eines Betriebs vor der Insolvenz, gut ausgebildete Mitarbeiter.

"Österreich braucht viel mehr top ausgebildete Lehrlinge und daher ist jede Form der Förderung von gut ausbildenden Betrieben, die nicht einem Gießkannenprinzip gleich kommt, zu unterstützen", unterstrich Matznetter. Mit der Neuaufstellung des IEF werden künftig Kriterien, wie Weiterbildung der Ausbildner, das Abschneiden der Lehrlinge bei der Lehrlingsprüfung, Lehrlingsförderung durch die Betriebe, Förderungen von männlichen und weiblichen Lehrlingen in jeweils unterrepräsentierten Berufsgruppen etc. berücksichtigt. "Das macht Sinn und hat einen wichtigen Steuerungseffekt in Richtung Engagement bei der Ausbildung der Jugend", so Matznetter abschließend. (Schluss)

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