Kardinal Amato wird Lampert-Seligsprechung in Dornbirn verkünden

Papst-Gesandter leitet die Seligsprechungsmesse mit tausenden Gläubigen am kommenden Sonntag

Feldkirch, 08.11.11 (KAP) Der Präfekt der vatikanischen Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, wird am kommenden Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche Dornbirn-St. Martin die Seligsprechung von Provikar Carl Lampert (1894-1944) verkünden. Knapp 2.000 Gläubige haben sich bereits für Platzkarten zur Teilnahme an der Feier gesichert, wie die Diözese Feldkirch am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt gab.

Um möglichst vielen Gläubigen die Gelegenheit zum Mitfeiern zu geben, wird die größte Kirche Vorarlbergs für die Seligsprechung um ein transparentes Zelt auf dem Dornbirner Marktplatz "erweitert". Per Videoübertragung kann die Messe auch in der Franziskanerkirche mitgefeiert werden. Der Gottesdienst wird am Sonntag ab 15.50 Uhr live in "ORF III" übertragen.

Zur Seligsprechung in St. Martin, wo der Lampert zwölf Jahre lang als Kaplan wirkte, werden mehr als 31 Bischöfe oder bischöfliche Vertreter aus dem In- und Ausland erwartet. Engere Konzelebranten von Kardinal Amato sind der Feldkircher Bischof Elmar Fischer und der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer, der auch die Predigt halten wird.

Eine Schweigeminute zur Hinrichtungsstunde von Carl Lampert am 13. November 1944 bildet um 16 Uhr den Auftakt für die Seligsprechungsmesse. Nach der Gedenkminute sollen die Kirchenglocken in ganz Vorarlberg und an Lamperts Todesort im deutschen Halle an der Saale 15 Minuten lang läuten.

Die eigentliche Seligsprechung erfolgt zu Beginn der Messfeier. Nach dem Diözesanbischof Elmar Fischer formell die Seligsprechung Lamperts erbeten hat, wird der päpstliche Gesandte Kardinal Amato das Seligsprechungsdekret verlesen. Danach wird ein großes Porträt des neuen Seligen aufgezogen, das der Dornbirner Künstler Georg Vith angefertigt hat.

Carl Lampert ist der ranghöchste Priester Österreichs, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. 1894 in Vorarlberg geboren, war der Provikar ab 1939 als Stellvertreter von Bischof Paulus Rusch für die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich. Lampert trat mutig gegen das NS-Regime auf. 1941 wurde Lampert "gauverwiesen" und nach Stettin verbannt, wo ihn ein Gestapo-Spitzel in eine angebliche Spionage-Affäre verwickelte. Am 13. November 1944 wurde der Provikar in Halle an der Saale enthauptet.

Das Seligsprechungsverfahren für Carl Lampert wurde 1998 eingeleitet. Ende Juni 2011 erkannte Papst Benedikt XVI. das Martyrium Lamperts an. Der zukünftige kirchliche Gedenktag für den Seligen ist der 13. November.

"Kathpress" publiziert zur Seligsprechung von Carl Lampert ein Themenpaket mit Meldungen und Hintergrundinformationen. Das gesamte Themenpaket, das laufend aktualisiert wird, ist abrufbar unter www.kathpress.at/lampert

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