• 08.11.2011, 12:43:59
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Kardinal Amato wird Lampert-Seligsprechung in Dornbirn verkünden

Papst-Gesandter leitet die Seligsprechungsmesse mit tausenden Gläubigen am kommenden Sonntag

Feldkirch, 08.11.11 (KAP) Der Präfekt der vatikanischen
Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, wird am
kommenden Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche Dornbirn-St. Martin
die Seligsprechung von Provikar Carl Lampert (1894-1944) verkünden.
Knapp 2.000 Gläubige haben sich bereits für Platzkarten zur
Teilnahme an der Feier gesichert, wie die Diözese Feldkirch am
Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt gab.

Um möglichst vielen Gläubigen die Gelegenheit zum Mitfeiern zu
geben, wird die größte Kirche Vorarlbergs für die Seligsprechung um
ein transparentes Zelt auf dem Dornbirner Marktplatz "erweitert".
Per Videoübertragung kann die Messe auch in der Franziskanerkirche
mitgefeiert werden. Der Gottesdienst wird am Sonntag ab 15.50 Uhr
live in "ORF III" übertragen.

Zur Seligsprechung in St. Martin, wo der Lampert zwölf Jahre lang
als Kaplan wirkte, werden mehr als 31 Bischöfe oder bischöfliche
Vertreter aus dem In- und Ausland erwartet. Engere Konzelebranten
von Kardinal Amato sind der Feldkircher Bischof Elmar Fischer und
der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer, der auch die Predigt halten
wird.

Eine Schweigeminute zur Hinrichtungsstunde von Carl Lampert am 13.
November 1944 bildet um 16 Uhr den Auftakt für die
Seligsprechungsmesse. Nach der Gedenkminute sollen die
Kirchenglocken in ganz Vorarlberg und an Lamperts Todesort im
deutschen Halle an der Saale 15 Minuten lang läuten.

Die eigentliche Seligsprechung erfolgt zu Beginn der Messfeier. Nach
dem Diözesanbischof Elmar Fischer formell die Seligsprechung
Lamperts erbeten hat, wird der päpstliche Gesandte Kardinal Amato
das Seligsprechungsdekret verlesen. Danach wird ein großes Porträt
des neuen Seligen aufgezogen, das der Dornbirner Künstler Georg Vith
angefertigt hat.

Carl Lampert ist der ranghöchste Priester Österreichs, der von den
Nationalsozialisten ermordet wurde. 1894 in Vorarlberg geboren, war
der Provikar ab 1939 als Stellvertreter von Bischof Paulus Rusch für
die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen
Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich.
Lampert trat mutig gegen das NS-Regime auf. 1941 wurde Lampert
"gauverwiesen" und nach Stettin verbannt, wo ihn ein Gestapo-Spitzel
in eine angebliche Spionage-Affäre verwickelte. Am 13. November 1944
wurde der Provikar in Halle an der Saale enthauptet.

Das Seligsprechungsverfahren für Carl Lampert wurde 1998
eingeleitet. Ende Juni 2011 erkannte Papst Benedikt XVI. das
Martyrium Lamperts an. Der zukünftige kirchliche Gedenktag für den
Seligen ist der 13. November.

"Kathpress" publiziert zur Seligsprechung von Carl Lampert ein
Themenpaket mit Meldungen und Hintergrundinformationen. Das gesamte
Themenpaket, das laufend aktualisiert wird, ist abrufbar unter
www.kathpress.at/lampert

(ende) gut/jop/

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