WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Schluss mit der Zweckentfremdung des Pleitefonds, Lehrlingsförderung aus dem Budget finanzieren!

Die Zweckentfremdung des IEF produziere "rote Zahlen" und eine Lose-Lose-Situation für alle. Eine echte Lehrlingsförderung müsse aus dem Budget kommen und "Blum Bonus Neu" heißen.

Wien (OTS) - "Die betriebliche Ausbildung von Lehrlingen ist eine volkwirtschaftlich bedeutende Aufgabe. Sie muss daher aus dem Budget finanziert werden - und nicht mehr aus dem Insolvenzengeltfonds, der ohnehin in den roten Zahlen steckt", fordert heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann angesichts eines Berichts in der Tageszeitung "Kurier" zur alarmierenden Finanzlage des IEF. Die aktuelle Konstruktion des Insolvenzengeltfonds (IEF) sei eine Fehlkonstruktion: "Weil er für die Lehrlingsförderung zweckentfremdet wurde, ist er in den roten Zahlen. Und weil die Politik an diesem Konstrukt festhält, der Fonds trotzdem saniert werden muss, wurde die Lehrlingsförderung drastisch gekürzt", so Amann.

Diese Zweckenfremdung produzierte eine Lose-Lose-Situation für Betriebe, junge Leute, die eine fundierte Ausbildung suchen, die Wirtschaft, die unter Fachkräftemangel leide und für jene, die durch den Fonds im Fall des Falles abgesichert sein sollten. "Mit der Zweckentfremdung der Beiträge, die Unternehmer in den Pleitefonds leisten, muss Schluss sein. Gerade angesichts der konjunkturellen Eintrübung wäre es fahrlässig, die Gelder für die Lehrlingsförderung weiterhin aus dem Insolvenzengeltfonds (IEF) zu nehmen.

"Eine Lehrlingsförderung, die diesen Namen auch verdient, kann nur aus dem Budget kommen und kann nur in der Einführung des "Blum Bonus Neu" bestehen. Die rund 160 Millionen, die jährlich aus dem IEF in die sogenannte Lehrlings-"Förderung" fließen, sind ohnehin das Geld der Unternehmer. Beließe man es bei den Betrieben, würden sie wahrscheinlich selbst mehr Lehrstellen schaffen können - schließlich würden dann die Kosten für den Verwaltungsaufwand wegfallen", so Amann.

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