• 08.11.2011, 10:54:29
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WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Schluss mit der Zweckentfremdung des Pleitefonds, Lehrlingsförderung aus dem Budget finanzieren!

Die Zweckentfremdung des IEF produziere "rote Zahlen" und eine Lose-Lose-Situation für alle. Eine echte Lehrlingsförderung müsse aus dem Budget kommen und "Blum Bonus Neu" heißen.

Wien (OTS) - "Die betriebliche Ausbildung von Lehrlingen ist eine
volkwirtschaftlich bedeutende Aufgabe. Sie muss daher aus dem Budget
finanziert werden - und nicht mehr aus dem Insolvenzengeltfonds, der
ohnehin in den roten Zahlen steckt", fordert heute WKÖ-Vizepräsident
RfW-Bundesobmann Fritz Amann angesichts eines Berichts in der
Tageszeitung "Kurier" zur alarmierenden Finanzlage des IEF. Die
aktuelle Konstruktion des Insolvenzengeltfonds (IEF) sei eine
Fehlkonstruktion: "Weil er für die Lehrlingsförderung zweckentfremdet
wurde, ist er in den roten Zahlen. Und weil die Politik an diesem
Konstrukt festhält, der Fonds trotzdem saniert werden muss, wurde die
Lehrlingsförderung drastisch gekürzt", so Amann.

Diese Zweckenfremdung produzierte eine Lose-Lose-Situation für
Betriebe, junge Leute, die eine fundierte Ausbildung suchen, die
Wirtschaft, die unter Fachkräftemangel leide und für jene, die durch
den Fonds im Fall des Falles abgesichert sein sollten. "Mit der
Zweckentfremdung der Beiträge, die Unternehmer in den Pleitefonds
leisten, muss Schluss sein. Gerade angesichts der konjunkturellen
Eintrübung wäre es fahrlässig, die Gelder für die Lehrlingsförderung
weiterhin aus dem Insolvenzengeltfonds (IEF) zu nehmen.

"Eine Lehrlingsförderung, die diesen Namen auch verdient, kann nur
aus dem Budget kommen und kann nur in der Einführung des "Blum Bonus
Neu" bestehen. Die rund 160 Millionen, die jährlich aus dem IEF in
die sogenannte Lehrlings-"Förderung" fließen, sind ohnehin das Geld
der Unternehmer. Beließe man es bei den Betrieben, würden sie
wahrscheinlich selbst mehr Lehrstellen schaffen können - schließlich
würden dann die Kosten für den Verwaltungsaufwand wegfallen", so
Amann.

Rückfragehinweis:
RfW - Bundesmedienreferat
Isolde Seidl
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
[email protected] http://www.rfw.at

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