FPÖ-Pisec: Der größte Börsen-Spieler in Österreich ist der Staat

Wien (OTS) - Wenn im Zuge der internationalen Bankenkrise davon gesprochen werde, dass die Börsenspekulanten an der jetzigen Situation schuld seien, so dürfe nicht vergessen werden, dass zumindest in Österreich, der Staat der größte Spieler an der Börse sei, sagte der freiheitliche Bundesrat Mag. Reinhard Pisec. So betrage etwa das Gesamtemissionsvolumen der Republik 174 Milliarden Euro. Während lediglich 20 Milliarden private Unternehmensanleihen in Umlauf seien, so Pisec.

Alleine 2010 habe der österreichische Staat 32 Milliarden Euro an der Wiener Börse begeben, so Pisec, der daran kritisierte, dass mit diesem enorm hohen staatlichen Emissionsvolumen die Kapitalaufbringung für private Unternehmen wesentlich erschwert werde. Staatsanleihen würden Liquidität binden und andere Kapitalnachfrager verdrängen, womit institutionelle Anleger "gezwungen" seien Staatsanleihen zu kaufen, kritisierte Pisec die Übermacht des Staates am Österreichischen Kapitalmarkt.

Der Kapitalmarkt erfülle schließlich die durchaus sinnvolle Aufgabe, Unternehmen eine Möglichkeit zu bieten sich zu refinanzieren, bzw Eigenkapital sowie Fremdkapital in Form von Anleihen aufnehmen zu können, so Pisec. Dies um damit die dringend notwendige Unabhängigkeit der österreichischen Firmen, von den Banken zu reduzieren.

Wenn man den österreichischen Kapitalmarkt und somit die Wiener Börse im Detail betrachte, um zu sehen wer dort eigentlich tätig sei, so sei dies in erster Linie der Staat mit seinen Staatsanleihen. "Mehr als 60 Prozent der Anleihen notieren als staatliche Schuldverschreibungen", kritisierte Pisec.

Angesichts dieser staatlichen Übermacht an der heimischen Börse, sei es von entscheidender Bedeutung die Staatsverschuldung einzubremsen, forderte Pisec. Weiters seien liquide Segmente an der Börse zu etablieren, damit es auch kleineren Unternehmen möglich sei Kapital aufzunehmen, so Pisec.

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