LPT SPÖ Vorarlberg - Faymann: Der Kampf für Gerechtigkeit ist die Seele der Sozialdemokratie

Bundeskanzler bekräftigt Forderung nach Finanzmarktregulierung und gerechten Einnahmen - "Auseinanderdriften von Arm und Reich ist kein Naturgesetz"

Wolfurt (OTS/SK) - Der Kampf für Gerechtigkeit ist die Seele der Sozialdemokratie. Das sagte SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann am Freitag bei seiner Rede am 41. Ordentlichen Parteitag der SPÖ Vorarlberg, der unter dem Titel "Ländlegerecht. 10 Punkte für Vorarlberg" stand. "Dass Reich und Arm weiter auseinandergeht ist eine Tatsache, aber kein Naturgesetz", sagte Faymann. Er bekräftigte daher SPÖ-Forderungen nach einer Finanztransaktionssteuer und einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte sowie sozial gerechten Einnamen, zur Finanzierung der Aufgaben des Staates. ****

"Wir müssen die Finanzmärkte stärker regeln und Spekulation zurückdrängen. Und wir müssen die Arbeit und die Realwirtschaft stärken", betonte Faymann. Eine Finanztransaktionssteuer könne bis zu einer Milliarde Euro jährlich für das Budget bringen. Geld, das man dringend für die Aufrechterhaltung der staatlichen Leistungen bei der Bildung, der Gesundheit und der Pflege bräuchte, so der Kanzler. "Wir wollen keine Gesellschaft in der nur jene menschenwürdig leben können, die es sich leisten können", so der Kanzler.

Im Bildungsbereich unterstrich Faymann die SPÖ-Forderungen nach mehr Kinderbetreuungsplätzen, mehr ganztägigen Schulplätzen und einer gemeinsamen Schule. "Das ist wichtig für die Bildung und für die Menschen in unserem Land", sagte Faymann. Es brauche die beste Bildung und beste Chancen für alle Kinder und Jugendlichen. "Und dabei darf es nicht darum gehen, was die Eltern auf dem Sparbuch haben", sagte Faymann.

Faymann tritt für einen stabilen Euro und eine stabile europäische Union ein. "Die Eurozone muss so stabil wie möglich sein", betonte der Kanzler. Dies liege auch im ureigensten Interesse Österreichs, denn jeder vierte heimische Arbeitsplatz hängt am Export innerhalb der Euro-Zone. "Wir dürfen nicht so tun als würden uns die anderen Länder nichts angehen und wir können uns nicht wünschen, dass es den anderen Euro-Mitgliedern schlecht geht", betonte Faymann.

Der Kanzler nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Delegierten der SPÖ Vorarlberg für die gelungene Zusammenarbeit und das große Engagement zu bedanken. (Schluss) sa/sv

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