• 04.11.2011, 12:21:25
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VP-Praniess-Kastner: Millionenbeträge für Eigenwerbung, aber kein Geld für Sprachförderung in Wien

Gebärdensprache für hörbehinderte Menschen wichtiges Mittel zur Inklusion in die Gesellschaft

Wien (OTS) - Barrierefreiheit betrifft nicht nur Rampen, Lifte und
Eingangstüren, sondern auch Kommunikationsformen. Wer Inklusion will,
der müsse auch dafür sorgen, dass es die notwendigen
Unterstützungsangebote dafür gibt, erklärt die Behindertensprecherin
der ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner, in Replik auf die bekannt
gewordenen finanziellen Engpässe des Vereins Kinderhände, der
Sprachkurse in Laut- und Gebärdensprache für Kinder zwischen 1 und 14
Jahren in Wien anbietet.

Abbau von Sprachbarrieren ist Gewinn für alle Menschen

Praniess-Kastner: "Unser Ziel sollte sein, Kinder von Beginn an mit
dem Prinzip der Barrierefreiheit vertraut zu machen. Dazu gehört
auch, dass das Verstehen von Gebärdensprache als Kompetenz empfunden
wird. Man beherrscht eine Zweitsprache und kann somit mehr Menschen
erreichen."

Für Menschen mit Hörbehinderung ist die Österreichische
Gebärdensprache (ÖGS) ein wichtiges Mittel zur Inklusion in die
Gesellschaft. In der UN-Behindertenrechtskonvention ist zudem klipp
und klar festgehalten, dass behinderte Menschen ein Recht auf Bildung
haben und dieses Recht ohne Diskriminierung und auf Grundlage der
Chancengleichheit zu verwirklichen ist.

Rote Stadträte/innen lassen engagierte Vereine finanziell
verhungern

Derzeit werden Initiativen zur Verwirklichung von Inklusion wie etwa
Kurse zum Erlernen von Gebärdensprache nach wie vor zu einem
erheblichen Teil aus freiwilligen Spenden finanziert. "Es kann nicht
sein, dass die Stadt Wien einerseits zweistellige Millionenbeträge an
Steuergeldern in sündteure Werbekampagnen investiert und gleichzeitig
engagierte Vereine ausgehungert werden und um private Spendengelder
ringen müssen. Wir werden daher im Zuge der Budgetdebatte auch einen
entsprechenden Beschlussantrag einbringen, damit Initiativen wie etwa
der Verein Kinderhände künftig aus dem regulären Budget der Stadt
Unterstützung bekommen", so die VP-Behindertensprecherin
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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