- 04.11.2011, 12:00:30
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Wlodkowski: Erneuerbare Energie statt Preistreiberei durch Erdöl und Erdgas
Energiestrategie endlich zügig umsetzen: Tausende Arbeitsplätze möglich
Wien (OTS) - "Auch wenn die Eurokrise derzeit zu einer
Mini-Preisdelle bei Rohöl führt, der längere Trend zeigt ungebremst
nach oben: So waren die Hauptpreistreiber im September abermals die
Mineralölprodukte mit einer Steigerung von 18%. Mit einem Wort:
importierte Energie wird immer teurer und verteuert auch alle anderen
Produkte und Dienstleistungen. Es gibt aber eine Alternative und die
heißt erneuerbare Energie. Österreich muss nämlich mehr als 70%
seines Energiebedarfes importieren und dafür über EUR 10 Mrd.
jährlich ins Ausland überweisen. Statt von Öl- und Gasimporten aus
den Krisenregionen abhängig zu sein, könnten wir mit dem Geld
tausende 'grüne Arbeitsplätze' schaffen, neue Aufträge für
Wissenschaft und Forschung vergeben, um den technologischen Vorsprung
auszubauen und der Land- und Forstwirtschaft zusätzliche Alternativen
bieten", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich und
ergänzte: "Außerdem kann Österreich das Kyoto-Klimaziel nur dann
erreichen, wenn es fossile durch erneuerbare Energieträger ersetzt."
Energiestrategie zügig umsetzen
"Derzeit stammt die Hälfte der inländischen Energieerzeugung aus
Biomasse und diese Energieform schafft neue und da vor allem
dauerhafte Arbeitsplätze. Untersuchungen belegen nämlich, dass
Bioenergie langfristige Beschäftigungseffekte auslöst und eine
anhaltende positive Wirkung auf den Arbeitsmarkt hat", so Wlodkowski
weiter. Und: "Angesichts drohender Strafzahlungen in Millionenhöhe,
wenn wir nicht das Kyoto-Ziel erreichen, ist ein 'Raus aus fossiler
Energie' ein Gebot der Stunde. Der Weg dorthin führt über die von der
Bundesregierung beschlossene Energiestrategie, die nun endlich zügig
umgesetzt werden muss."
Teller, Trog, Tank
"Jedes Mal, wenn die fossile Energie die Inflation gewaltig
antreibt, müssen die Lebensmittel als Sündenbock für diese Teuerung
herhalten. Das ist schlicht und einfach falsch. Einerseits werden
Europa-weit derzeit nur rund 2,5% der Getreidegesamtfläche von 56,2
Mio. ha, oder anders ausgedrückt 9 Mio. t Getreide einer Gesamternte
von 275 Mio. t, zur Biotreibstoffproduktion verwendet. Andererseits
zeigt die Statistik, dass die realen Preise für Agrarrohstoffe und
für Lebensmittel langfristig gefallen sind. So verteuerten sich in
den letzten 30 Jahren die Nahrungsmittel nur um 48,5%, die Löhne
hingegen wuchsen mit 109,3% mehr als doppelt so stark. Heute geben
Herr und Frau Österreicher nur noch 12,1% für Essen und Trinken aus,
das ist weniger als für Freizeit, Sport und Hobby. Die Hälfte dieser
Ausgaben entfallen zudem noch auf den 'Außer-Haus-Verzehr', also auf
die Gastronomie", stellte Wlodkowski klar und ergänzte abschließend:
"Für uns gilt die Reihenfolge 'Teller, Trog, Tank' ohne Abstriche.
Wir sichern die Ernährung der Bevölkerung mit hochwertigen
Lebensmitteln, exportieren Nahrungsmittel höchster Qualität zu besten
Preisen, verarbeiten und veredeln Getreide, auch aus den
EU-Nachbarländern, zu international gefragten Produkten, wie Alkohol,
Zitronensäure etc. und bieten zudem der Tierproduktion ein
hochwertiges gentechnik-freies Eiweißfuttermittel, das als
Nebenprodukt der Bioethanolerzeugung entsteht, an."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521, Fax +43/1/53441-8519,
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