Vassilakou/Hora: Grundlagen für mögliche Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung liegen vor

Studie beleuchtet Parksituation in Wien und wurde der Kommission für Parkraummanagement vorgelegt

Wien (OTS) - Im Rahmen der heutigen Sitzung der Kommission für Parkraummanagement wurde die Studie "Verkehrliche und städtebauliche Grundlagen für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung" den BezirksvertreterInnen, den VertreterInnen der Wirtschafts- und Arbeiterkammer und den anderen Parteien vorgelegt. Die Studie dient als Daten-Basis für die Diskussion für eine mögliche Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung.

Die Studie umfasst stichprobenartige Untersuchungen über die Parksituation in den Bezirken 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 21, 22, und 23. Insgesamt sind im Untersuchungsgebiet rund 200.000 Stellplätze vorhanden. Ausgehend von statistisch ausgewählten Zählbereichen wurde die Parksituation für das gesamte Untersuchungsgebiet hochgerechnet.

Die Untersuchung zeigt, dass es im Untersuchungsgebiet in vielen Bereichen teilweise massive Überparkung gibt. Die Vollauslastung von 85 Prozent wird in sechs Bezirken im Untersuchungsgebiet erreicht beziehungsweise überschritten. Weitere Bezirke sind nur knapp unter der Vollauslastungsgrenze. Damit ist Handlungsbedarf gegeben. Rund 25 Prozent der PKW, die im Untersuchungsgebiet parken, haben Nicht-Wiener-Kennzeichen.

Die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung würde die Stellplatznachfrage in den dicht bebauten Gebieten um 35 Prozent und im Umfeld der U- und S-Bahnstationen sogar um 41 Prozent verringern. Der Auslastungsgrad innerhalb der Bewirtschaftungszone würde dadurch auf rund 60 bis 70 Prozent sinken.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Die Studie zeigt: Das Wiener Parksystem stößt an seine Grenzen. In vielen Bereichen im Untersuchungsgebiet sind keine Stellplätze mehr vorhanden, die Straßen sind voll ausgelastet. Die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung würde Entlastung bringen und dazu führen, dass die Stellplatznachfrage um mehr als ein Drittel zurück geht, in manchen Bereichen sogar um über 40 Prozent. Diese verkehrslenkenden Effekte bringen der Stadt mehr Lebensqualität, weniger Lärm, weniger Abgase. Jetzt haben die Bezirke die Möglichkeit, auf Basis dieser Erhebungen sinnvolle Grenzen für die Parkraumbewirtschaftung festzulegen."

Der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, LAbg. Karlheinz Hora ergänzt:
"Wir haben im rot-grünen Koalitionsabkommen die Evaluierung der Parkraumbewirtschaftung und die Prüfung einer möglichen Ausweitung des Parkpickerls vereinbart. Die nun vorliegende Studie liefert dazu wichtiges Datenmaterial. Die letztgültige Entscheidung liegt muss aber bei den Bezirksvorsteherinnen und -Vorstehern liegen, die die Situation in ihren jeweiligen Bezirken am genauesten kennen. Eine Entscheidung gegen deren Meinung wird es nicht geben. Wichtig wird auch ein konzertiertes Vorgehen sein, um mögliche Verdrängungseffekte auf andere Bezirke zu vermeiden."

Die Studie ist unter www.wien.at herunterzuladen.

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