- 03.11.2011, 09:42:31
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AK Erhebung: Jugendschutz bei Handys meist ein Fremdwort 1
Kostenlimits, Internetsperre & Co: Kaum Sicherheit bei Vertragshandys für Kids
Wien (OTS) - Kostenfalle Handy: Die Eltern des 14-jährige Fabio
fallen aus allen Wolken - ihr Sohn hat eine Handyrechnung von 500
Euro. Was steuern eigentlich Handyanbieter bei, um den Eltern die
Handyauswahl, Kostenkontrolle oder sichere Nutzung für die Kids zu
erleichtern? Die AK hat bei vier Anbietern nachgefragt. Das Ergebnis
ist ernüchternd: Auf Nummer sicher gehen Kids mit Wertkartenhandys.
Bei Vertrags-handys fehlen oft individuelle Kostenlimits,
Anbieter-Internetsperren und einheitliche Kontrollen für bestimmte
Inhalte. Manche Anbieter haben einen Minischutz - die wenigen Extras
sind uneinheitlich und kosten teilweise etwas, kritisiert die AK.
Die AK Erhebung bei den Handyanbietern A1, T-Mobile/tele.ring,
Orange und Drei zeigt: Je nach Anbieter gibt es ein Vertragshandy für
Jugendliche ab zehn oder ab 14 Jahre - nur mit einem Einverständnis
und einer Haftungserklärung der Eltern. Für einen selbstständigen
Vertragsabschluss müssen die Jugendlichen volljährig sein.
Für besten Schutz sorgen Wertkarten, raten die meisten
Handyanbieter. Aber das ent-spricht nur selten der Realität. Bei
Wertkarten gibt es Extras für die Kleinen - zum Bei-spiel kostenlose
Kinder-TV-Kanäle sollen die Kleinen bei Drei bei Laune halten. Ist
das Guthaben alle, können Kids bei Orange ein "Call me"-SMS zur
Wiederauflade-Erinnerung an die Eltern senden, zeigt der AK Test.
Dienste zur Kostenbegrenzung für Kinder mit Vertragshandys gibt es
so gut wie keine. Bloß Altkunden von Orange können (im nicht mehr
aktiv angebotenen Tarif Hallo Europa 5) gegen einen Euro pro Monat
individuell ein monatliches Nutzungslimit (zwischen 15 und 150 Euro)
wählen. Bei Datendiensten warnen die Anbieter per SMS vor dem
baldigen Verbrauch der Datenpauschale oder bei bestimmten
Überschreitungssummen. "Schutzengel Manfred" (Orange) warnt Neukunden
automatisch nicht nur bei 90-prozentigem Datenverbrauch, sondern
auch, wenn weniger als 60 Freiminuten und 20 SMS übrig sind. Wer
schon vor Mitte Mai Kunde wurde, zahlt nach dreimonatiger Test-phase
dafür monatlich 1,50 Euro.
Der Internetzugang am Handy ist bei allen Anbietern standardmäßig
aktiviert. Bei A1 und Drei kann das Internet nur am Handy deaktiviert
werden - keine Hürde für findige Kids, die die Handyeinstellung
jederzeit wieder ändern können. Bei Orange und T-Mobile/tele.ring ist
auf Elternwunsch auch eine Internetsperre vom Anbieter her möglich,
was bei Letzterem aber 20 Euro kostet. Bei T-Mobile/tele.ring und
Drei greifen Safety-Packages automatisch, wenn bei Vertragsabschluss
bekanntgegeben wird, dass der Handynutzer minderjährig ist: bei Drei
sind Mehrwertdienste, Erotikdienste auf 3Planet und Roaming gesperrt;
bei T-Mobile/tele.ring überdies auch der Zugang zu Auslandsrufen und
kostenpflichtigen Portal-Downloads. Bei Orange greift eine
"Jugendschutz-Sperre" für Mehrwertdienste - 16+-Portalinhalte und
Bezahlen per Handy geht nur auf Elternwunsch.
SERVICE: Die Erhebung unter wien.arbeiterkammer.at (Forts.)
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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