- 02.11.2011, 15:55:34
- /
- OTS0185 OTW0185
Unbeugsame Treue zum Glauben und zur Humanität
Ausstellung und Buchpräsentation über Provikar Carl Lampert
Bregenz (OTS/VLK) - "Die in dem heute präsentierten Buch
abgedruckten Briefe Carl Lamperts aus dem Gefängnis geben ein
berührendes Zeugnis eines Menschen, dem sein unerschütterlicher
Glaube eine innere Kraft, Sinn und Halt gibt." Damit eröffnete
Landtagspräsidentin Bernadette Mennel heute (Dienstag) im
Landtagsfoyer im Landhaus in Bregenz die Ausstellung und
Buchpräsentation "Leben und Zeugnis des Provikar Carl Lampert".
Ausstellung und Buchpräsentation stehen im Zusammenhang mit der Feier
zur Seligsprechung Carl Lamperts am Sonntag, 13. November 2011.
Provikar Lampert stehe stellvertretend für viele Opfer des
Nationalsozialismus, die sich ohne Furcht und mit großer
Entschlossenheit dem NS-Regime widersetzt haben und durch ihren Tod
zu Märtyrern geworden sind, betonte Landtagspräsidentin Mennel.
Lamperts Charakterstärke und Mut, sein Festhalten an seinen
Überzeugungen, an Menschlichkeit und Solidarität, sei beeindruckend
und beispielgebend. "Es geht hier um einen Menschen, der durch seine
unbeugsame Treue zum Glauben und zur Humanität für all jene steht,
die sich einem unmenschlichen Regime widersetzt haben", so Mennel.
Walter Juen, Leiter des Diözesangerichts, führte in die
Ausstellung ein, die anhand von Schautafeln einen Überblick über Carl
Lampert, seinen Widerstand und die Reaktionen des Nazi-Regimes
vermittelt. Gezeigt wird in der Ausstellung auch eine Filmprojektion
des Dornbirner Künstlers Georg Vith, die die letzten Stunden des zum
Tode verurteilten Carl Lampert nachzeichnet. Zum Buch "Hätte ich
nicht die innere Kraft" sprachen Herausgeberin Susanne Emerich sowie
die beiden Co-Autoren Walter Buder und Elmar Simma. Auf 128 Seiten
und mit 20 Abbildungen versehen werden Lamperts Gedanken von zehn
Autorinnen und Autoren von heute interpretiert. Sie arbeiten die
Botschaft des seligen Carl Lampert heraus und versuchen, diese für
heutiges Christsein fruchtbar zu machen. Den Betrachtungen
vorangestellt ist ein ausführlicher Lebenslauf Lamperts.
Die Ausstellung im Landtagsfoyer des Landhauses in Bregenz ist
noch bis Donnerstag, 24. November 2011 zu sehen. Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 08.00 bis 18.00 Uhr.
Provikar Carl Lampert (1894-1944)
Geboren wurde Carl Lampert 1894 in Göfis. Im Jahr 1918 erfolgte
die Weihe zum Priester. Die ersten Jahre als Geistlicher verbrachte
er als Kaplan in Dornbirn (bis 1930). Nach Studienjahren in Rom wurde
Lampert 1939 zum Provikar der damaligen Apostolischen Administratur
Innsbruck-Feldkirch ernannt. Mit der Machtübernahme durch die
Nationalsozialisten geriet Carl Lampert als mutiger Kämpfer für die
Rechte der Katholiken rasch ins Fadenkreuz der Gestapo. Mehrmals
wurde er in Innsbruck in "Schutzhaft" genommen und 1940 bis 1941 für
Monate im KZ Dachau und Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner
Entlassung wurde er bespitzelt und beschattet. Es folgte die
Verbannung nach Stettin. Im Februar 1943 wird Lampert neuerlich
verhaftet und zum Tode verurteilt. Lampert starb am 13. November 1944
in Halle an der Saale durch das Fallbeil.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20141, Fax: 05574/511-920196 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






