CARE und World Vision: Neue "FeedinG20"-Kampagne fordert G20 auf, weltweiten Hunger zu beenden

G 20-Gipfeltreffen in Cannes muss effektive Maßnahmen gegen Hunger und Unterernährung beschließen!

Wien (OTS) - Auf dem G20-Gipfeltreffen, das von 3.- 4. November
in Cannes stattfindet, darf es nicht nur um die wirtschaftlichen Sorgen der einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer gehen. Die neue "FeedinG20"-Kampagne von weltweit tätigen Hilfsorganisationen wie CARE und World Vision fordert die G20-Staaten auf, konkrete Maßnahmen gegen Hunger und Unterernährung zu beschließen und Finanzierungszusagen endlich einzuhalten, wie die beim G8-Gipfel 2009 für die Förderung von Landwirtschaft und die Bekämpfung von Hunger versprochenen 22 Milliarden Dollar. Lebensmittelmärkte müssen transparent reguliert, Preisschwankungen kontrolliert und Klimawandelanpassungsprogramme bzw. Maßnahmen gegen den Klimawandel in Gang gebracht werden. Zudem sollte verstärkt in nachhaltige landwirtschaftliche Kleinprojekte und den Aufbau von Sozialsystemen und Nahrungsreserven investiert werden.

"Es ist eine Schande, dass alle 6 Sekunden ein Kind den Hungertod sterben muss. Wenn es möglich ist, dass Staaten an einem Strang ziehen, um die Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen und Staatsbankrotte zu verhindern, ist es auch möglich, die Hungerkrise zu beenden und Millionen Menschen vor dem Verhungern zu retten!", ist CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager überzeugt. "Die G20 haben die Macht und die Möglichkeiten dazu, es fragt sich nur, ob der politische Wille ausreicht."

Weltweit hungern etwa 925 Millionen Menschen, nach wie vor herrscht in Somalia Hungersnot und in mindestens 26 Staaten wird die Ernährungslage von der FAO als "sehr ernst" eingestuft. Wenn der Klimawandel bzw. seine Auswirkungen nicht in den Griff gebracht werden, könnten die Hungerzahlen bis 2050 um weitere 10 - 20 Prozent steigen.

Insbesondere fordern die Hilfsorganisationen verstärkte Anstrengungen, um die ausreichende Ernährung von schwangeren bzw. stillenden Müttern und Kindern in den ersten zwei Lebensjahren zu sichern, denn jüngste Forschungsberichte haben einmal mehr bestätigt, dass eine gesunde Ernährung in den ersten 1000 Tagen zwischen der Empfängnis und dem zweiten Geburtstag eines Kindes für seine Zukunft entscheidend sind.

"Es ist ein Skandal, dass im Jahr 2011 immer noch rund 2,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung sterben müssen, obwohl die Welt genug Nahrungsmittel produziert, um jeden satt zu bekommen", erklärt Amanda Platzer, Geschäftsführerin von World Vision Österreich. "Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass die G20-Staaten hier noch länger tatenlos zusehen."

Zur Kampagnenseite: http://www.feeding20.com

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