FP-Guggenbichler: Häupl soll jetzt auch in Floridsdorf ein klares Zeichen setzten

Natur-, Tier- und Artenschutzschutz und der breite Bürgerwille dürfen nicht ignoriert werden

Wien (OTS/fpd) - Nachdem kürzlich durch die MA 22 festgestellt wurde, dass im Bereich des Heerespitals und des Marchfeldkanals weit mehr als 800 Ziesel ihre Heimat gefunden haben, ist es jetzt endlich an der Zeit zu handeln und den Tierschutz ernst zu nehmen.

"Bei den vorgeschlagenen Ausgleichsflächen für die Ziesel kann es sich nur um einen schlechten Scherz handeln. Es ist doch klar dass es sich zum heutigen Zeitpunkt nur mehr um eine Restpopulation handelt, die durch eine weitere Einschränkung des Lebensraums weiter minimiert wird! Eine Minimierung von streng geschützten Tieren widerspricht dem Wiener Naturschutzgesetz!", erklärt Wiens FP-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler. Außerdem seien die Ziesel durch die Richtlinie 92/43/EWG streng geschützt.

Auch sind anscheinend im Bereich des Widmungsverfahrens einige Verfahrensmängel vorgefallen, da von vornherein bekannt gewesen sein musste, dass dort geschützte Tiere leben. Dies wurde aber nicht beachtet! Guggenbichlers Frage: "Wird hier Rechtsstaatlichkeit und Bürgerwille mit den Füssen getreten?"

"Die diesbezügliche Haltung des Wiener Tierschutzvereins ist absolut unterstützenswert und ich gebe der Hoffnung Ausdruck, dass sich hier auch die Betonierer-Fraktion der Rathausgrünen Vasillakou, Maresch & Co. die Aussagen von Frau Petrovic zu Herzen nehmen und endlich den Tier-und Artenschutz ernst nehmen", so der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses.

Seine Forderung: "Falls es die Wiener Grünen nicht schaffen sollten, den Umwelt- und auch den Tierschutz zu beachten, schlage ich vor, dass der Schatten-Planungsstadtrat Bürgermeister Häupl ein erneutes Machtwort spricht!" Es stelle sich dann jedoch ernsthaft die Frage, warum Vassilakou eigentlich amtsführende Stadträtin ist, wenn sie offensichtlich ihr Ressort nicht betreut! (Schluss)

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