- 01.11.2011, 11:57:31
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Mit dem Herbst beginnt die Igelzeit
Igelratgeber - VIER PFOTEN warnt vor falscher Hilfe
Wien (OTS) - Der heimische Igel ist jetzt in Gärten und Wäldern
besonders aktiv. Die Tiere suchen Nahrung für den nötigen Winterspeck
und einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf. Gesunde,
kräftige Igel überleben den Winter in der freien Natur ohne Probleme.
Deshalb rät die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, Igel nicht aus
falsch verstandener Fürsorge aufzunehmen. Der Igel ist ein streng
geschütztes Wildtier und gehört nur im absoluten Notfall in
menschliche Obhut.
"Ein Igel ist weder ein Spielzeug noch ein Streicheltier", betont
Wildtierexperte Thomas Pietsch von VIER PFOTEN. Von Mitte November
bis März begeben sich Igel in den Winterschlaf. Dabei werden die
Körperfunktionen auf ein Minimum herabgesetzt. Mit Hilfe ihrer
angefressenen Energiereserven können die Tiere bis zu einem halben
Jahr ohne Futter auskommen. Eine sehr gute Überlebenschance haben
Igel, die vor dem Winterschlaf 500 Gramm oder mehr wiegen. Schwache,
verletzte, kranke oder elternlose Igel, die zum Überleben
Unterstützung brauchen, sind häufig daran zu erkennen, dass sie sich
am Tage zeigen. Schwache Tiere müssen nicht aus ihrem natürlichen
Umfeld gerissen werden. "Erste Hilfe ist auch vor Ort möglich. Wir
empfehlen die Einrichtung einer Futterstelle in geschützter Lage,
außerdem sollten Laub-, Reisig- oder Komposthaufen im Garten belassen
werden. Sie bieten den Igeln Schutz vor Wind und Wetter", rät
Pietsch.
Jeder, der in Absprache mit dem Tierarzt einen verletzten oder
schwachen Igel in seine Obhut nimmt, muss wissen, dass die Aufzucht
und Pflege von jungen Igeln viel Sachverstand erfordert und
zeitraubend ist. Deshalb rät VIER PFOTEN, die Tiere besser in die
fachlichen Hände einer Igelpflegestation zu geben.
Ausführliche Informationen sowie Tipps, was bei der Pflege eines
Igels zu beachten ist, finden Sie im VIER PFOTEN Igel-Ratgeber:
http://www.vier-pfoten.at/website/uploads/111024_Igelratgeber.pdf
Rückfragehinweis:
Johanna Stadler
Tel.: 0664 122 10 51
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