- 31.10.2011, 15:54:22
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Waldner: "Chinas Bedeutung für Europa nimmt stetig zu"
Staatssekretär Wolfgang Waldner unterzeichnet Kulturabkommen mit Volksrepublik China
Wien (OTS) - Die Vertiefung der ohnehin sehr intensiven Kultur-
und Wissenschaftsbeziehungen zwischen Österreich und der
Volksrepublik China war eines der Themen des heutigen
Arbeitsgespräches von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem
chinesischen Staatspräsident Hu Jintao, an dem auch Staatssekretär
Wolfgang Waldner teilnahm.
"Österreich wird in China als Kulturnation unglaublich geschätzt.
Das ist auch wichtig für die Tourismusnation Österreich, denn jeder
sechste Tourist der in unser Land kommt ist ein Kulturtourist. In den
kommenden Jahren sind weitere Kooperationsprojekte zwischen den
bedeutendsten Museen unserer beiden Länder geplant", spricht Waldner
die geplante Zusammenarbeit zwischen Kunsthistorischen Museum Wien
und dem Nationalmuseum in Peking an.
Um der Kooperation auf dem Gebiet des Kultur- und
Wissenschaftsaustausches eine solide rechtliche Basis zu geben,
unterzeichnete Waldner mit der chinesischen Vize-Außenministerin Fu
Ying, im Beisein der beiden Präsidenten, ein bilaterales
Kulturaustauschabkommen für die Jahre 2012 bis 2015.
Ziel Österreichs sei es aber vor allem auch langfristig mit der
Volksrepublik China im Bereich der Wissenschaft zusammenzuarbeiten:
"Wir wollen die kommende Generation der chinesischen Wissenschaftler
für Österreich begeistern und unser Wissen austauschen. Deswegen hat
Finanzministerin Maria Fekter angeboten, dass Österreich die Anzahl
der Stipendien für chinesische Technologie-Studierende ab kommendem
Jahr verdoppeln wird", erhofft sich der Staatssekretär einen
intensiven Austausch zwischen den Technik-Hochschulen der beiden
Länder. Mit 124 universitären Partnerschaften verfügt Österreich
schon jetzt über das größte universitäre Netzwerk eines
EU-Mitgliedsstaates mit China.
Zudem war die Internationale Anti-Korruptionsakademie (IACA) mit
Sitz in Laxenburg bei Wien Thema des Gesprächs. Österreich würde
einen Beitritt Chinas zu dieser internationalen Organisation sehr
begrüßen, da es die internationalen Bemühungen um die effektive und
effiziente Prävention und Bekämpfung von Korruption unterstützen
würde.
Am Nachmittag wird Staatssekretär Wolfgang Waldner auch am
Arbeitsgespräch von Bundeskanzler Werner Faymann mit dem chinesischen
Staatspräsidenten teilnehmen. "Ich freue mich über die intensiven
Beziehungen zu China und den offenen Dialog im Rahmen dieses
Staatsbesuches, der es ermöglicht alle relevanten Themen, auch die
Menschenrechte, anzusprechen", schloss der Staatssekretär.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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