Waldner: "Chinas Bedeutung für Europa nimmt stetig zu"

Staatssekretär Wolfgang Waldner unterzeichnet Kulturabkommen mit Volksrepublik China

Wien (OTS) - Die Vertiefung der ohnehin sehr intensiven Kultur-
und Wissenschaftsbeziehungen zwischen Österreich und der Volksrepublik China war eines der Themen des heutigen Arbeitsgespräches von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem chinesischen Staatspräsident Hu Jintao, an dem auch Staatssekretär Wolfgang Waldner teilnahm.

"Österreich wird in China als Kulturnation unglaublich geschätzt. Das ist auch wichtig für die Tourismusnation Österreich, denn jeder sechste Tourist der in unser Land kommt ist ein Kulturtourist. In den kommenden Jahren sind weitere Kooperationsprojekte zwischen den bedeutendsten Museen unserer beiden Länder geplant", spricht Waldner die geplante Zusammenarbeit zwischen Kunsthistorischen Museum Wien und dem Nationalmuseum in Peking an.

Um der Kooperation auf dem Gebiet des Kultur- und Wissenschaftsaustausches eine solide rechtliche Basis zu geben, unterzeichnete Waldner mit der chinesischen Vize-Außenministerin Fu Ying, im Beisein der beiden Präsidenten, ein bilaterales Kulturaustauschabkommen für die Jahre 2012 bis 2015.
Ziel Österreichs sei es aber vor allem auch langfristig mit der Volksrepublik China im Bereich der Wissenschaft zusammenzuarbeiten:
"Wir wollen die kommende Generation der chinesischen Wissenschaftler für Österreich begeistern und unser Wissen austauschen. Deswegen hat Finanzministerin Maria Fekter angeboten, dass Österreich die Anzahl der Stipendien für chinesische Technologie-Studierende ab kommendem Jahr verdoppeln wird", erhofft sich der Staatssekretär einen intensiven Austausch zwischen den Technik-Hochschulen der beiden Länder. Mit 124 universitären Partnerschaften verfügt Österreich schon jetzt über das größte universitäre Netzwerk eines EU-Mitgliedsstaates mit China.

Zudem war die Internationale Anti-Korruptionsakademie (IACA) mit Sitz in Laxenburg bei Wien Thema des Gesprächs. Österreich würde einen Beitritt Chinas zu dieser internationalen Organisation sehr begrüßen, da es die internationalen Bemühungen um die effektive und effiziente Prävention und Bekämpfung von Korruption unterstützen würde.

Am Nachmittag wird Staatssekretär Wolfgang Waldner auch am Arbeitsgespräch von Bundeskanzler Werner Faymann mit dem chinesischen Staatspräsidenten teilnehmen. "Ich freue mich über die intensiven Beziehungen zu China und den offenen Dialog im Rahmen dieses Staatsbesuches, der es ermöglicht alle relevanten Themen, auch die Menschenrechte, anzusprechen", schloss der Staatssekretär.

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