Allerheiligen und die Verkehrspolitik im (schein-)heiligen Land Tirol - einige Anmerkungen des "ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol"!

Schwaz in Tirol (OTS) - Verbal, das wissen wir, sind alle
politisch Verantwortlichen für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Real geschieht allerdings genau das Gegenteil:

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 wollen die ÖBB die letzte Intercity-Verbindung zwischen Innsbruck und Graz einstellen (im Internet-Fahrplan der ÖBB heißt es derzeit: "Zug noch in Planung"). Anfang Oktober 2011 haben die ÖBB die Stückgutabfertigung in Wörgl aufgelassen und verfrachten die Güter mit mehr als 1000 Lkw-Fahrten pro Jahr auf der Straße statt auf der Schiene. Die Zillertalbahn ist mit dem Lkw nicht mehr konkurrenzfähig und überlegt, den Güterverkehr ganz einzustellen und auf die Straße zu verlagern.

Warum ist das so? Anstatt selbst verlangte, dringend notwendige verkehrspolitische Rahmenbedingungen durchzusetzen, beschränken sich die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene auf das Vergraben von Steuermilliarden, sei es im Brenner Basistunnel oder sei es anderswo. Und da das Steuergeld schön langsam knapp wird, schröpft man die KonsumentInnen und vor allem die heimische Wirtschaft ab 2012 auch noch mit einem Aufschlag auf die Unterinntalmaut, welcher bis 2015 auf 25 Prozent anwachsen soll. So sieht die Verkehrspolitik zu Allerheiligen im (schein-)heiligen Land Tirol aus!

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Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
Pirchanger 73, 6130 Schwaz in Tirol
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