• 31.10.2011, 08:46:54
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Neuer Report enthüllt Gesundheitsrisiken durch exotische Haustiere

VIER PFOTEN: Nationalratsbeschlüsse zur Einschränkung der privaten Exotenhaltung schnell umsetzen

Wien (OTS) - Am Donnerstag hat die Dachorganisation europäischer
Tierschutzverbände, Eurogroup for Animals, einen neuen Report über
Gesundheitsgefahren bei der Privathaltung von Wildtieren vorgestellt.
Demnach können exotische Haustiere schwere Krankheiten auf den
Menschen übertragen und beträchtliche Gesundheitsrisiken darstellen.
Die Problematik der Zoonosen, also von Krankheiten die von Tieren auf
Menschen übertragen werden, wird durch den Trend zu immer mehr und
immer exotischeren Haustieren sowie durch gigantische Importe von
Wildfängen in die EU verschärft. So ist die EU heute der weltweit
zweitgrößte Importeur von Reptilien. Eurogroup empfiehlt der
Europäischen Kommission die Haltung exotischer Haustiere zu
begrenzen, den Tierschutz bei der Haltung zu verbessern und Importe
von Wildtieren zu verringern.

Auch in Österreich hat der Nationalrat vor kurzem gefordert, die
Situation exotischer Haustiere zu verbessern: Tierbörsen sollen
bundesweit verboten, die private Haltung von Gift- und
Riesenschlangen untersagt und private Tierhalter zu mehr Sachkunde
verpflichtet werden. "Die Initiative des Nationalrates kommt zur
rechten Zeit und wird von uns ausdrücklich begrüßt, erklärt Johanna
Stadler, Geschäftsführerin der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.
Als österreichische Mitgliedsorganisation von Eurogroup for Animals
macht VIER PFOTEN jedoch darauf aufmerksam, dass die Debatte um
Risiken bei der privaten Exotenhaltung breiter geführt werden muss.
Die Gefährlichkeit von Haustieren ergibt sich nicht nur aus
Giftigkeit, Körper- und Beißkraft, auch das Zoonose-Potential muss
berücksichtigt werden. "Die Gefahren der Krankheitsübertragung durch
exotische Haustiere sind keineswegs abstrakt, sondern sehr real",
erläutert Stadler. Im März 2011 starb in Österreich ein Kleinkind an
einer Salmonelleninfektion, die vermutlich durch einen Waran
übertragen wurde. Sowohl die Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit als auch das deutsche Robert-Koch Institut raten
wegen der Infektionsgefahr davon ab, Reptilien in Haushalten mit
Kindern zu halten. Der Eurogroup Report gibt einen Überblick über
gefährliche Zoonosen und deren potentielle Überträger wie zum
Beispiel Schildkröten, Leguane, Warane oder Schlangen, aber auch
Affen und Fledermäuse. "Diese Erkenntnisse sollten nicht nur auf EU
Ebene zu Konsequenzen führen", sagt Stadler. "Auch in Österreich
sollte der Report berücksichtigt werden, wenn Nationalrat und
Bundesregierung den Tierschutz bei der Haltung exotischer Wildtiere
verbessern und die Halter besser vor Gesundheitsgefahren schützen
will", so Stadler abschließend.

Der neue Report von der "Eurogroup for Animals" ist online abrufbar:
http://www.ots.at/redirect/animals

Rückfragehinweis:
Johanna Stadler
0664 122 10 51

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