"trend": Zeugenaussagen und Gutachten belasten Ex-GAK-Funktionäre

Verspäteter Insolvenzantrag und Schwarzgeldzahlungen an Spieler sind Gegenstand von Ermittlungen.

Wien (OTS) - Gegen hochrangige Ex-Funktionäre des GAK wird unter dem Aktenzeichen 16 St 112/07y ein Ermittlungsverfahren wegen schwerem Betrug, Untreue, Steuerhinterzeiehung und Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen geführt. Das berichtet der "trend" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe. Ein Ergänzungsgutachten des Sachverständigen Fritz Kleiner zu einer dem GAK 2006 gewährten Landesförderung kommt zum Schluss, dass "die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse des GAK von den Verantwortlichen des Vereins im Zusammenhang mit der Erwirkung der Haftungsübernahme (des Landes Steiermark, Anm. d. Red.) zur Finanzierung der Spielsaison 2006/07 geschönt dargestellt wurden." Unterschrieben hätte Budget und Liquiditätsplan der frühere Vereinspräsident und Ex-McDonald`s-Manager Harald Sükar. Der GAK, berichtet der "trend" weiter, sei daher laut dem Gutachten bereits Mitte 2005 insolvent gewesen, habe aber tatsächlich erst am 2. März 2007 Konkurs angemeldet.

Darüberhinaus wird der GAK-Führung laut Kleiner-Gutachten und dem eben fertiggestellten Abschlussbericht der Finanz vorgeworfen, im Zeitraum zwischen 2000 und 2006 rund 4,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Belastet wird dabei auch Ex-GAK-Präsident Peter Svetits. Laut einem dem "trend" vorliegenden Protokoll der polizeilichen Einvernahme einer ehemaligen Mitarbeiterin habe dieser Schwarzgeldzahlungen an Spieler persönlich durchgeführt. Später habe die Zeugin selbst den Auftrag gehabt, diese Zahlungen durchzuführen, was im Büro des Stadions Liebenau geschehen sei. Svetits dementiert diese Darstellung gegenüber dem Magazin entschieden.

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