AK Stichprobe 2: Teure Bankspesen fürs Kleingeld zählen!

Wien (OTS) - Wer sein Kleingeld in der Bank in den Münzzähler kippt und sich bar auszahlen lässt, muss mit hohen Spesen rechnen -bis zu zehn Prozent vom Zählbetrag. Vorsicht vor anfallenden Mindestspesen! Spesenfrei ist es meist nur, wenn der Betrag aufs Sparbuch oder Konto einbezahlt wird. Das zeigt ein AK Stichproben-Test von Anfang Oktober bei acht Banken in Wien. Die Informationen über die Spesen lassen bei jeder zweiten geprüften Bank zu wünschen übrig. Die AK fordert eine verpflichtende Speseninformation direkt auf den Münzzählgeräten.

Ist das Sparschwein prall gefüllt und muss geschlachtet werden? "Konsumenten können ihr Kleingeld beim Münzzähler selbst durchlaufen lassen", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. Ist das Geld gezählt, erhält der Konsument in der Regel einen Bon, mit der er zur Kassa geht.

Das zahlen Konsumenten an Spesen für das Münzen Zählen und die Barauszahlung
Bank Gebühr in % vom Zählbetrag mindestens höchstens

UniCredit/Bank Austria 1,00 Prozent 3,00 Euro keine Erste Bank nur möglich für Girokonto- oder SparbuchkundInnen Raiffeisen NÖ Wien 1,00 Prozent 0,50 Euro keine BAWAG PSK 0,002 Euro pro Münze*) 1,30 Euro keine Volksbank Wien**) 5,00 Prozent 2,50 Euro 10 Euro WSK 1,50 Prozent 3,50 Euro 10 Euro Hypo NÖ Landesbank-Kunde 1,00 Prozent 2,00 Euro keine Hypo NÖ Nicht-Kunde***) 10,00 Prozent 10,00 Euro keine Oberbank 5,00 Prozent 2,00 Euro 10 Euro

*) Rundung auf ganze 0,10 Euro; **) Spesen nur für NichtkundInnen; ***) ausgenommen Kinder

"Lassen Bankkunden das gezählte Geld auf ihr dortiges Konto oder Sparbuch gutschreiben, dann haben sie meist keine Spesen", so Zgubic. Bloß die Raiffeisenbank NÖ Wien verlangt für ihre KundInnen eine Gebühr, wenn das gezählte Geld am Sparbuch oder Konto gutgeschrieben wird. Die BAWAG PSK verrechnet ebenfalls eine Gebühr für ihre KundInnen, wenn das Geld am Konto gutgeschrieben wird. "Wer das Geld bei seiner Hausbank zählen lässt und gleich einzahlt, soll keine Gebühren zahlen", verlangt Zgubic.

Wie Sie den Gebühren bei Geldzählautomaten entkommen können:
+ Erkundigen Sie sich über die verrechneten Spesen, bevor Sie das Geld zählen lassen.
+ Zahlen Sie das gezählte Kleingeld auf Ihr Konto oder Sparbuch ein, haben Sie als Bankkunde meist keine Gebühren.
+ Wollen Sie das gezählte Kleingeld bar auszahlen lassen, verhandeln Sie als Stammkunde über die Spesen.
+ Zählen Sie schon zu Hause die Münzen - das kann im Streitfall nützlich sein.

SERVICE: Den Test gibt es unter wien.arbeiterkammer.at

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