Trio des Jahres 2011: Sieger übertonen Formel 1-Boliden, investieren in Österreich, exportieren Etiketten bis nach Mexiko

Je zwei Stockerlplätze gehen an Betriebe aus Oberösterreich, Niederösterreich und Wien

Wien (OTS/PWK766) - Jeweils die besten drei Unternehmen aus den Branchen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung bilden das Trio des Jahres. In diesem Jahr reicht die Palette der Betriebe von Beschallungsanlagen in der Formel 1 über die Buchhaltung im oberösterreichischen Mühlviertel bis zum europäischen Marktführer für Garten-Gerätehäuser. Der begehrte Unternehmerpreis wird heute Abend, Donnerstag, von den Bundessparten Gewerbe und Handwerk, Information und Consulting, dem Wirtschaftsmagazin Trend und der Bank Austria vergeben. Der Schaulauf der Sieger:

Die ersten Drei im Gewerbe: ITC, Microtronics, MediCare Personaldienstleistungen

Der Sieger im Gewerbe ist sowohl in der Formel 1 als auch in der österreichischen Präsidentschaftskanzlei mit seinen Produkten vertreten. ITEC erzeugt mit seinen 27 Mitarbeitern am Firmenstandort Laßnitzthal in der Steiermark elektroakustische Komponenten, wie Lautsprecher, Tonsäulen oder Mikrofon-Verstärker. Für die Formel-1-Rennstrecken in Abu Dhabi hat der Betrieb die weltweit größte Beschallungsanlage erstellt, so gelingt es ITEC mit ihrer Technik, sogar Formel1-Boliden zu übertönen. Mit dem Success-Rednerpult ist ITEC darüber hinaus Marktführer in Zentraleuropa, es zählt zur Standardausrüstung zahlreicher Hotels sowie Veranstaltungszentren und auch in Österreichs Präsidentschaftskanzlei kommt es zum Einsatz. ITEC, der auch Marktführer für Tonanlagen in Österreichs Kirchen ist, verweist auf den hohen "Österreichanteil" seiner Produkte: 90 Prozent der Wertschöpfung geschieht in Österreich, gerade in der Elektronikbranche sei dies nicht selbstverständlich.

Den zweiten Platz nimmt Microtronics ein. Das niederösterreichische Unternehmen ist Entwickler und Hersteller von Komplettlösungen im Bereich Messtechnik und M2M-Datenübertragung. Unter anderem hat der Betrieb mit seinen 25 Mitarbeitern ein Hochwasserwarnsystem entwickelt. Auf der Plattform Wasserstand.info können sich Bürger registrieren, das System wird von Pegelmessungen gespeist, um so die Nutzer vor Hochwasser zu warnen. Der Fokus von Microtronics liegt vor allem auf den Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Großbritannien. Der englische Markt wird mit einem Partner vor Ort bearbeitet. Das schlägt sich auch im Exportumsatz nieder, der innerhalb von vier Jahren von 28 auf 70 Prozent im Jahr 2010 gestiegen ist. Geschäftsführer Stefan Pfeffer ist vor allem auf die hohe Forschungs- und Entwicklungsquote seines Unternehmens von rund 30 Prozent stolz.

Der Wiener Betrieb von Gerhard Flenreiss, MediCare Personaldienstleistungen GmbH, konnte aufgrund seiner dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung den dritten Platz im Gewerbe-Trio für sich entscheiden. Als erster Anbieter von Zeitarbeitern im Gesundheitsbereich mit angestellten Mitarbeitern statt freiberuflichen Schwestern wuchs der Mitarbeiterstand seines Unternehmens von 27 im Jahr 2006 auf knapp 150 Personen im vergangenen Jahr und auch der Umsatz hat sich in diesem Zeitraum mehr als verfünffacht.

Die Besten im Handwerk: Etiketten Carini, Biohort, Relax Natürlich Wohnen

Den ersten Platz im Handwerk erreichte Etiketten Carini aus Lustenau in Vorarlberg. Ein Familienunternehmen in dritter Generation, das auf die Herstellung von Druck- und Verpackungslösungen in Kombination mit Selbstklebeetiketten spezialisiert ist. Mit 123 Mitarbeitern und einer Exportquote von knapp 60 Prozent erwirtschaftet die Familie Sohm einen Umsatz von mehr als 18 Mio. Euro jährlich. Exportiert werden vor allem Etiketten nach Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz. Indirekt über Zulieferer kommen die Carina Etiketten aber auch bis nach Mexico, China, Indien und den USA.

Der Zweitplazierte Handwerksbetrieb Biohort ist europäischer Marktführer im Bereich hochwertiger Stauraumlösungen aus Metall für Garten- und Freizeit. Die Produktpalette umfasst unter anderem Gerätehäuser und Nebengebäude. Geschäftsführer Josef Priglinger beschäftigt 93 Mitarbeiter am Standort Neufelden in Oberösterreich. Der Umsatz beträgt mehr als 14 Mio. Euro. 75 Prozent davon wurden im Export erwirtschaftet.

Die Nummer drei im Handwerkerranking ist der Tischlerbetrieb Relax Natürlich Wohnen, der sich konsequent in Marktnischen einnistet. Herbert Sigl gründete vor 35 Jahren seinen Betrieb in Obertrum am See in Salzburg und spezialisierte sich anfangs auf Balkongeländern, danach folgten Fenster und Innentüren. Doch seit 20 Jahren liegt sein Schwerpunkt auf nachhaltigen Naturbettsystemen. Die Bettsysteme werden naturrein und möglichst ohne Metalle hergestellt. Diese Produkte wurden am Markt sehr gut angenommen und auch nach Japan exportiert. Sigls Betrieb erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von sechs Millionen Euro.

Sieger der Dienstleister: digitaldruck.at, uptime ITechnologies, Elisabeth Reiter

Die digitaldruck.at Druck und Handelsgesellschaft führt das diesjährige Trio der Dienstleistungsbranche an. Das niederösterreichische Unternehmen ist zwar erst seit zehn Jahren am Markt, hat sich in dieser Zeit jedoch bereits als Österreichs größte Online-Druckerei etabliert. 2010 investierte Geschäftsführer Peter Kolb in seinem Betrieb in Leobersdorf drei Millionen Euro für eine hochmoderne Offset-Druckmaschine. Auch die Mitarbeiter profitieren vom rasanten Aufstieg des Unternehmens: Zehn Prozent des Gewinns werden jährlich in Form einer Prämie an die mehr als 100 Mitarbeiter ausgeschüttet. Den Umsatz von über 11 Mio. Euro erwirtschaftet digitaldruck.at zum größten Teil im Inland.

Den zweiten Platz hat Nikolaus Kimla mit seinem Betreib uptime ITechnologies erreicht. Sein IT-Systemhaus betreut Software und e-Business-Entwickler unter anderem von Manner, Telekom Austria, ÖAMTC und dem ORF. Besondere Innovationskraft hat das Unternehmen mit seinen 13 Mitarbeitern mit Sitz in Wien mit dem Verkaufsmanagementsystem pipeliner bewiesen. Mit dem praxisnahen Tool lässt sich ein Verkaufszyklus visualisieren, damit wird eine effizientere Planung und Zieleinschätzung ermöglicht.

Elisabeth Reiter nimmt den dritten Platz in der Dienstleistungsbranche ein. Die 50-jährige betreut mit ihren drei Mitarbeitern die Lohnverrechnung und Buchhaltung von Zahnärzten, Gastronomen, Neugründern und vielen mehr in der Region rund um Sankt Martin im Mühlkreis in Oberösterreich. Reiter fing 1999 als Ein-Personen-Unternehmerin an und hat sich nach und nach vor allem mittels Mundpropaganda einen beachtlichen Kundenstock erarbeitet. Ihr Erfolgsrezept: Reiter weiß, Buchhalter müssen leistbar sein und flexibel auf ihre Kunden eingehen. (AC)

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