- 26.10.2011, 11:00:33
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"Fall Paulina": Jetzt beging ihr Peiniger in der Haft Suizid.
NEWS-exklusiv: Der Abschiedsbrief des Mörders.
Wien (OTS) - Am 5. Juli 2011 wurde in Bad Ischl eine 14-Jährige
Schülerin ermordet. Ihr Stiefvater, Klaus K., und dessen Sohn
Konstantin, 19, haben das Verbrechen längst gestanden. Nun erhängte
sich der Haupttäter in seiner Zelle in der Justizanstalt Wels. Vor
seinem Freitod hat der 48-jährige Mann (wie NEWS in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet) an seinen Anwalt Andreas
Mauhart einen langen Abschiedsbrief geschrieben, der NEWS exklusiv
vorliegt. Auszüge daraus: "Ich habe aus meinem Sohn, aus einem
fröhlichen Teenager, einen Verbrecher gemacht. Ich habe Konstantin
immer (vor dieser Sache) erklärt, dass man nichts Unrechtes tun darf
und das Gesetz achten muss. Und jetzt habe ich sein Leben, bevor es
richtig losging, ausgelöscht."
Vor etwa einem Monat habe er seinen Sohn beim Spazieren im
Gefängnishof gesehen: "Er ist in einer Ecke gestanden mit gesenktem
Kopf, voller Angst. Er sah zu mir zum Fenster rauf, mit starrem
Blick, als ob er fragen würde: ,Warum'. Keine Nacht kann ich diesen
Blick vergessen, er reißt mich aus dem Schlaf, selbst am Tag verfolgt
er mich."
Verteidiger Andreas Mauhart hat Klaus K. unzählige Male im
Gefängnis besucht. Was erzählte der 48-Jährige bei diesen Visiten
über sich und seine Tat? "Er erklärte mir", so der Anwalt, "dass
bereits seit vielen Jahren immer wieder ,böse Stimmen' die Herrschaft
über ihn übernommen hätten; zunächst nur für nur Minuten, später für
Stunden, schlussendlich sogar für ganze Tage." Am Morgen des
Verbrechens an Paulina soll ihm "eine weibliche Stimme" den Tod des
Mädchens befohlen haben.
Konstantin K. ist, als er die Nachricht vom Suizid seines Vaters
erfuhr, zusammengebrochen. Er wird nun in der Haft umfassend
psychologisch betreut, da befürchtet wird, dass auch er sich etwas
antun könnte. Vater und Sohn wurden bereits vor Wochen von
Gerichtspsychiater Reinhard Haller untersucht; die Gutachten über den
Geisteszustand der beiden sollen demnächst der Justiz vorliegen. Der
Prozess ist für Anfang 2012 geplant.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
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Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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