Schülerunion und Bundesschülervertretung: Bundesregierung einigt sich auf Forderung nach Schülerportfolio

Bundesschülervertretung beweist Durchsetzungsvermögen im Unterrichtsministerium - Schülerportfolio ist Schüleridee

Wien, 25. Oktober 2011 (OTS) - Das Schülerportfolio welches in der gemeinsamen Pressekonferenz der Bundesschülervertretung und der Schülerunion gefordert wurde ist nun Teil des Gesetzesentwurfes der Bundesregierung. Das Schülerportfolio entspricht dem geforderten Talente- und Kompetenzcheck. (Aussendung der Schülerunion vom 21. Oktober) ****

Die Bundesschulsprecherin der Schülerunion, Conny Kolmann, zeigt sich erfreut über die Einigung, weist aber darauf hin, "das Schülerportfolio muss anonym sein. Auch darf es keine Zwangsentscheidung für den weiteren Bildungsweg sein."

Den Schülerinnen und Schülern wird zusätzlich zum Zeugnis das Schülerportfolio ausgehändigt. Es enthält individuelle Begabungen, Neigungen, Talente, und Leistungsstärken der Schülerinnen und Schüler. Diese sind wichtige Entscheidungsmerkmale für den weiteren Bildungsweg.

Die Inhalte des Schülerportfolios sollen in einer Testwoche ermittelt werden. "Es ist wichtig, der Analyse viel Zeit zu geben, damit der Bildungsweg eindeutig bestimmt werden kann", sagt Kolmann weiter.

"Diese Entscheidung ist ein Beweis für die Durchsetzungskraft der Bundesschülervertretung und die Bestätigung für die professionelle Arbeit der Schülerunion", freut sich Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion.

Schülerportfolio/Talente- und Kompetenzcheck

Am Ende der Sekundarstufe Eins (Hauptschule, Gymnasium), also mit 14 Jahren, müssen sich Schülerinnen und Schüler für einen Schultyp entscheiden. Viele sind mit der Wahl einer neuen Schule überfordert und wissen nicht, welchen Bildungsweg sie einschlagen sollen.
Das Portfolio soll im Zeitraum des ersten Semesters der achten Schulstufe erstellt werden. Es soll jedem Schüler bei seiner Entscheidung helfen, nicht aber Kriterium für die Aufnahme in eine bestimmte Schule sein.

Erhalt des differenzierten Schulsystems

"Mit dem Erhalt des differenzierten Schulsystems wird die gute inhaltliche Arbeit der Schülerunion bestätigt. Damit ist garantiert, dass die Gesamtschuldiskussion beendet ist! BM Schmied ist nun gefordert, die Qualitätssicherung an den Schulen zu gewährleisten. Sie muss jetzt dafür sorgen, dass die angesprochenen Punkte auch bei den Schülerinnen und Schülern ankommen", sagt Lefebre nach der Präsentation des Gesetzesentwurfs.

Die Bundesschülervertretung ist die gesetzlich gewählte Vertretung für alle Schülerinnen und Schüler Österreichs.

Die Schülerunion ist die größte Organisation für Österreichs Schüler. Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um die Anliegen in ihren Schulen durchzusetzen. Schul- und länderübergreifende Forderungen bringt die Schülerunion dann in der Landes- bzw. Bundesschülervertretung (BSV) ein. 23 Schülerunions-Mandate von 29 in der BSV beweisen, dass 80 Prozent der Schüler hinter den Vorstellungen der Schülerunion stehen.

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Österreichische Schülerunion

Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: daniel.perschy@schuelerunion.at

Conny Kolmann, Bundesschulsprecherin
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