Tumpel zur Hauptschule als Neue Mittelschule: "Reformschritt, dem weitere Schritte folgen müssen"

AK Präsident sieht Einigung auf Umwandlung aller Hauptschulen positiv, fordert aber weiter eine Mittelstufe, in der es keine Trennung der SchülerInnen gibt

Wien (OTS) - "Da wird jetzt nicht nur das Türschild ausgetauscht", sieht AK Präsident Herbert Tumpel die heutige Einigung auf die Art und Weise der Umwandlung der Hauptschulen in Neue Mittelschulen "durchaus positiv": Wenn anstelle der Leistungsgruppen künftig Förderung der SchülerInnen je nach ihrem aktuellen Bildungsstand kommen soll, "dann geht das in die Reformrichtung, für die auch wir von der AK eintreten". Freilich kann die heutige Einigung für Tumpel "nicht das Ende der Bildungsreform sein. Sie ist ein Reformschritt, dem weitere folgen müssen." Die Arbeiterkammer tritt weiter für eine ganztägige gemeinsame Mittelstufe ein, in der es nach der Volksschule keine Trennung der SchülerInnen mehr gibt.

"Das Hauptproblem im österreichischen Bildungssystem ist, dass durch die Aufteilung bereits Zehnjähriger auf verschiedene Schultypen die Entscheidung über den Bildungsweg viel zu früh fällt", erklärt Tumpel den Standpunkt der Arbeiterkammer: "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen beste Bildungsabschlüsse für ihre Kinder. Deshalb ist es für mich eine Frage der Gerechtigkeit, dass alle Familien länger Zeit haben, sich auf die beste weiterführende Bildung für die Kinder zu orientieren."

Als nächste Reformschritte will Tumpel überdies eine einheitliche Lehrerausbildung und eine Reform des Dienstrechts. "Diese Reformschritte wollen die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung gemeinsam. Auch dafür unterstütze ich übrigens das Bildungsvolksbegehren, das ab nächster Woche zur Eintragung aufliegt."

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