- 25.10.2011, 13:33:23
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Tumpel zur Hauptschule als Neue Mittelschule: "Reformschritt, dem weitere Schritte folgen müssen"
AK Präsident sieht Einigung auf Umwandlung aller Hauptschulen positiv, fordert aber weiter eine Mittelstufe, in der es keine Trennung der SchülerInnen gibt
Wien (OTS) - "Da wird jetzt nicht nur das Türschild ausgetauscht",
sieht AK Präsident Herbert Tumpel die heutige Einigung auf die Art
und Weise der Umwandlung der Hauptschulen in Neue Mittelschulen
"durchaus positiv": Wenn anstelle der Leistungsgruppen künftig
Förderung der SchülerInnen je nach ihrem aktuellen Bildungsstand
kommen soll, "dann geht das in die Reformrichtung, für die auch wir
von der AK eintreten". Freilich kann die heutige Einigung für Tumpel
"nicht das Ende der Bildungsreform sein. Sie ist ein Reformschritt,
dem weitere folgen müssen." Die Arbeiterkammer tritt weiter für eine
ganztägige gemeinsame Mittelstufe ein, in der es nach der Volksschule
keine Trennung der SchülerInnen mehr gibt.
"Das Hauptproblem im österreichischen Bildungssystem ist, dass
durch die Aufteilung bereits Zehnjähriger auf verschiedene Schultypen
die Entscheidung über den Bildungsweg viel zu früh fällt", erklärt
Tumpel den Standpunkt der Arbeiterkammer: "Die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer wollen beste Bildungsabschlüsse für ihre Kinder. Deshalb
ist es für mich eine Frage der Gerechtigkeit, dass alle Familien
länger Zeit haben, sich auf die beste weiterführende Bildung für die
Kinder zu orientieren."
Als nächste Reformschritte will Tumpel überdies eine einheitliche
Lehrerausbildung und eine Reform des Dienstrechts. "Diese
Reformschritte wollen die Sozialpartner und die
Industriellenvereinigung gemeinsam. Auch dafür unterstütze ich
übrigens das Bildungsvolksbegehren, das ab nächster Woche zur
Eintragung aufliegt."
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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