• 21.10.2011, 12:16:34
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Grüne Wien/Werner-Lobo: Verein Kunsthalle muss "Problem Matt" lösen

Keine Zustimmung zum Versuch der ÖVP, die Kunsthalle zugrunde zu richten

Wien (OTS) - "Wir werden die Wiener ÖVP mit ihrem
Zerstörungsrausch gegen alles, was in dieser Stadt neu, modern und
innovativ ist, schlicht und einfach auflaufen lassen", begründete der
Kultursprecher der Grünen Wien, Klaus Werner-Lobo, die Ablehnung
eines ÖVP-Antrags zum Subventionsentzug für die Kunsthalle Wien im
heutigen Gemeinderat. "Wenn Isabella Leeb die international
renommierte Kunsthalle zusperren und jeder Form von Avantgarde den
Geldhahn abdrehen will, dann soll sie das sagen. Wir wollen - wie so
oft in kulturpolitischen Fragen - das Gegenteil der Konservativen,
nämlich den hervorragenden Ruf der Kunsthalle wieder herstellen. Als
Regierungspartei fühlen wir uns deshalb dafür verantwortlich,
gemeinsam mit dem Koalitionspartner Fehler der Vergangenheit zu
reparieren und Strukturen zu schaffen, die Sauberkeit, Transparenz
und den verantwortungsvollen Umgang mit Steuermillionen garantieren."

Die Wiener Opposition könne hundertmal Anträge stellen, deren
Wortlaut mittels "copy-and-paste" aus Grünen Anträgen oder
Pressemeldungen entnommen wurde. "Als Buchautor sage ich Frau Leeb:
Wenn Sie eines meiner Bücher abschreiben und mir zum Kauf anbieten,
kaufe ich es ihnen auch nicht ab." Die Grünen Wien haben diese Woche
angesichts der atemberaubenden Vorwürfe gegen Gerald Matt
angekündigt, einer Subvention an den Verein Kunsthalle nicht
zuzustimmen, solange dieser den derzeitigen Direktor
weiterbeschäftigt und die Vorwürfe nicht restlos geklärt sind. "Die
laut Vereinsgesetz persönlich haftenden Vorstandsmitglieder wären
daher gut beraten, eine rasche Lösung herbeizuführen", wiederholte
Werner-Lobo heute. Gemeinsam mit Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny nehmen die Grünen weiters eine grundlegende
institutionelle Neuordnung der Kunsthalle in Angriff: Diese soll in
Hinkunft - wie vom Kontrollamt bereit vor neun Jahren gefordert - in
eine GmbH mit Aufsichtsrat umgewandelt werden, um künftig eine
transparente Geschäftsgebarung und den verantwortungsvollen Umgang
mit Subventionsmitteln zu garantieren.

"Die Grünen sind selbstverständlich in Wien angetreten, um für
Sauberkeit und Transparenz zu sorgen. Im Unterschied zur schwarz-
blauen Korruptionspartie tun wir das auch in unseren eigenen Reihen,
und im Unterschied zur Wiener Opposition übernehmen wir dabei die
Verantwortung für den Fortbestand anerkannter Kulturinstitutionen",
so Werner-Lobo abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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