- 21.10.2011, 11:53:46
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Nordic-Konzept: RH-Empfehlungen werden umgesetzt
Nachwuchsförderung und Olympische Jugendspiele 2015 im Fokus
Bregenz (OTS/VLK) - Das Nordic-Konzept - das Vorhaben des
Vorarlberger Skiverbandes und des Landes Vorarlberg einer
Schwerpunktsetzung im Nordischen Sport - wurde einer begleitenden
Prüfung durch den Landes-Rechnungshof unterzogen. "Anfängliche
Schwachstellen konnten mittlerweile beseitigt und die Gesamtkosten
durch Adaptierungen deutlich reduziert werden", kommentiert
Sportlandesrat Siegi Stemer die heute, Freitag, präsentierten
Ergebnisse dieser Prüfung.
Stemer verweist auf die Bedeutung des Projekts für die
Durchführung der Europäischen Jugendolympiade (EYOF) 2015. Darüber
hinaus sieht er das Nordic-Konzept "als eine große Chance für die
'Wiederbelebung' des nordischen Sports und für zusätzliche
Tourismus-Impulse in Vorarlberg".
Auch der Vorarlberger Skiverband (VSV) ist sich seiner
Verantwortung bewusst, betont Präsident Patrick Ortlieb: "Der VSV
wird das Marketing für die Sportstätten übernehmen und darauf
schauen, dass der nordische Nachwuchs entsprechend vorbereitet ist,
wenn die Anlagen errichtet sind." Gemeinsam mit dem Vorarlberger
Schulsportzentrum und den Vereinen will der VSV dafür sorgen, dass
die Sportstätten entsprechend ausgelastet werden, so Ortlieb: "Wir
haben schon mit Bewusstseins- und Mobilisierungsmaßnahmen begonnen.
Es geht uns darum, in enger Abstimmung mit den Skivereinen,
Talschaftsverbänden und dem ÖSV dem nordischen Sport in Vorarlberg
wieder einen höheren Stellenwert zu verschaffen."
Mit der Gründung der Montafon Nordic Sportzentrum GmbH wurde
zwischenzeitlich ein entscheidender Schritt gesetzt zur
Professionalisierung des Projektmanagements und zur Aufstellung der
erforderlichen finanziellen Ressourcen. Landesrat Stemer: "Damit
wurde auf das anfängliche Manko reagiert und mit Elmar Egg ein Mann
der ersten Stunde dieses Projektes als Geschäftsführer bestellt."
Kostenentwicklung nachvollziehbar
Die seit dem Start des Nordic-Konzeptes in den Jahren 2007/2008
eingetretene Kostenerhöhung um ca. 20 Prozent ist auf verschiedene
Faktoren zurückzuführen. Neben der Berücksichtigung des
Baukostenindex wurden flankierende Maßnahmen wie Zufahrten,
Steinschlag-Schutzmaßnahmen etc. nunmehr konkret kalkuliert. Die
Schanzenanlage musste hinsichtlich Dimension und Positionierung den
neuen FIS-Vorgaben angepasst werden und die Jugendolympiade 2015 hat
weitere Adaptierungen ausgelöst. Die spätere Nachnutzung für
Nachwuchs, Breiten- und Spitzensport sowie Tourismus steht weiterhin
im Mittelpunkt der Planungen.
Touristische Nutzung
Es wird auch an den Tourismusverantwortlichen liegen, die
Potentiale bestmöglich auszuschöpfen. Anspruchsvolle und durch
internationale Wettkämpfe bekannt gewordene Sportstätten üben eine
große Anziehungskraft aus. Regionen, in denen solche Anlagen stehen,
erfahren dadurch wertvolle Impulse. Neben den EYOF-Spielen sind
weitere Perspektiven wie Europameisterschaften, Ladies Cup, Alpencup
in Planung.
Der aktuelle Stand bei den Sportstätten:
- Die Schanzenanlage in Tschagguns ist durchkalkuliert, der
Planungswettbewerb vor dem Abschluss
- Die Langlaufanlage in Gaschurn-Partenen ist in konkreter
Vorbereitung
- Die Langlaufanlage in Sulzberg ist fertig gestellt und soll mit
Flutlicht weiter aufgewertet werden
- Die "Biathlonalternative" in Sulzberg wird derzeit mit Hochdruck
geprüft
- Die Kleinschanzenanlage im Bregenzerwald ist fix eingeplant und
wird an einem Alternativstandort (da in Bezau nicht möglich)
realisiert
Weiters werden im Vorarlberger Schulsportzentrum in Tschagguns in
den nächsten Jahren Adaptierungen für den nordischen Nachwuchsbereich
in Kooperation mit der Skimittelschule vorgenommen
(Nachwuchs-Leistungszentrum-West). Der Vorarlberger Skiverband
erarbeitet mit Unterstützung des Sportservice Vorarlberg das
Nachwuchs-, Ausbildungs- und Marketingkonzept. Landesrat Stemer: "Die
bestens bewährte Kombination von Schule und Sport ist bei all diesen
Überlegungen ein zentrales Ziel."
Hochkarätige ÖSV-Fachleute stehen hinter dem Nordic-Konzept
Der frühere ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer hat die Intention des
Nordic-Konzeptes voll unterstützt und sich als Pate für das Projekt
zur Verfügung gestellt. Auch der aktuelle
ÖSV-Sprunglaufverantwortliche Ernst Vettori räumt dem Vorhaben eine
hohe Priorität ein. Vettori legt dabei besonderen Wert auf eine
ganzjährige Nutzung der Sportstätten. Nur so könne eine sportliche
Weiterentwicklung und Konkurrenzfähigkeit gewährleistet werden.
Rückfragehinweis:
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