• 21.10.2011, 07:15:52
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SPOÖ-Vorsitzender LH-Stv. Ackerl zur Post: So geht man mit MitarbeiterInnen nicht um!

Qualitativ hochwertige Postversorgung muss gesichert werden

Linz (OTS) - SPÖ-Landesvorsitzender Josef Ackerl hält es für einen
unerträglichen Zustand, dass sich die Eigentümer und Führungskräfte
nicht zu den vorliegenden Vorwürfen der Belegschaftsvertretung
äußern. Diese werfen ja dem Management vor, "Kündigungs-Mobbing" zu
betreiben. "Diese absolut unmögliche Vorgehensweise kann nicht
akzeptiert werden. Es kann nicht sein, dass zu so schwerwiegenden
Anschuldigungen kein Kommentar abgegeben wird. Deshalb fordere ich
eine sofortige Erklärung von der zuständigen Eigentümervertreterin
Ministerin Fekter!" so Ackerl.

Verdacht weiterer Privatisierungspläne:
SPOÖ-Vorsitzender Ackerl: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass im
städtischen Bereich die Postzustellung teilweise eine Woche länger
dauert als am Land. Durch diese Zustände liegt der Verdacht nahe,
dass die wahren profitablen städtischen Bereiche für eine
Privatisierung vorbereitet werden sollen. Die unprofitablen, weil
durch lange Wege schwieriger zu bewerkstelligenden ländlichen
Bereiche, sollen dagegen für die öffentliche Hand übrig bleiben.
Dagegen wehren wir uns mit aller Vehemenz! Ich fordere eine
nachhaltige Sicherung der flächendeckenden, wohnortnahen Versorgung
der Bevölkerung mit sämtlichen Postdienstleistungen der
Österreichischen Post AG. Es muss auch in der Stadt sichergestellt
sein, dass es eine qualitativ hochwertige öffentliche Zustellung
gibt".
Die Postämter wurden durch mehrere Schließungswellen in den vergangen
Jahren radikal reduziert. Argumentiert wurde dies mit der
Liberalisierung des Postmarktes. Dieses Argument kann aufgrund der
vielen bereits erfolgten Schließungen jetzt nicht mehr geltend
gemacht werden. Es bleibt die Frage offen, ob hinter den unzumutbaren
Bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den so
drastischen Qualitätsunterschieden in der Postzustellung nicht
bewusste Privatisierungspläne der Unternehmensleitung stehen.
Gerade für ältere Menschen oder für Menschen mit eingeschränkter
Mobilität ist die Post in Wohnortnähe von größter Bedeutung. Zudem
zeigt sich in der Praxis, dass der Wechsel von Postämtern auf
Postpartner vielfach keine nachhaltige Ersatzlösung darstellt. Nicht
nur für die regionale und lokale Bevölkerung, sondern auch für
sämtliche wirtschaftlichen Unternehmungen und öffentlichen
Einrichtungen ist die Post im Ort ein wichtiger Standortfaktor.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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