Missio-Gast aus Nicaragua zur politischen Lage in seiner Heimat

Das kann so nicht weitergehen!

Wien (OTS) - Der Missio-Gast zum Weltmissions-Sonntag, Padre
Rodolfo French, kritisiert Daniel Ortega mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen: "Die Armen werden von der Regierung missbraucht! Die Umsiedlung von Mestizen in die Gebiete der indigenen Volksgruppen ist eine tickende Bombe. Die Regierung macht das, um bei den Wahlen die richtige Stimmverteilung zu haben. Das ist Politik auf dem Rücken der Armen - so kann das nicht weitergehen!"

Kritik ist gefährlich

Vertreter der katholischen Kirche Nicaraguas haben schon zuvor deutliche Worte zur verfassungswidrigen, erneuten Kandidatur Ortegas im November 2011 für das Präsidentenamt gefunden und ernteten harsche Reaktionen. Mithilfe der Gerichte setzte Ortega am Parlament vorbei seine Kandidatur durch.

Padre Rodolfo, der erste Priester seines Landes mit indigenen Miskito-Wurzeln und heute Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Nicaragua, weiß, dass seine Kritik Konsequenzen haben kann: "Ich bin nicht sicher, ob ich wieder in meine Heimat einreisen darf!" Seine Erlebnisse in der Vergangenheit lehrten ihn Vorsicht. Schon als Jugendlicher wurde er 1981 während des Contra-Krieges Opfer der Politik: Viele Miskitos, darunter Rodolfos Familie, wurden aus ihren Dörfern zwangsumgesiedelt. Man verschleppte seinen Vater, Rodolfo sah ihn nie wieder. Er und seine Geschwister wurden in ein Gefangenenlager deportiert.

Missio-Gast zum Weltmissions-Sonntag

Padre Rodolfo French ist der diesjährige Gast aus dem Missio-Beispielland. Kommenden Sonntag (23.10.2011) findet die größte Solidaritätsaktion der Welt statt: In allen Pfarren wird am Weltmissions-Sonntag für die ärmsten Diözesen in den Ländern des Südens gesammelt. Im Vorfeld zu diesem großen Ereignis tourte P. Rodolfo durch Österreich. Dabei vermittelte er zahlreichen Schülern, Pfarrgemeinden und Interessierten einen Einblick in die wichtige Arbeit der Kirche im zweitärmsten Land Lateinamerikas. Die Analphabetenrate beläuft sich auf 32,5%. Daher setzt sich die katholische Kirche besonders für Bildungsprojekte ein.

Kirche ist für die Armen da

Monsignore Dr. Leo-M. Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich unterstreicht: "Der bedingungslose Einsatz für die Armen ist ein Wesensmerkmal der Kirche und christlichen Nächstenliebe. Der Weltmissions-Sonntag trägt entscheidend zum Aufbau der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt bei und ermöglicht diesen wichtigen Dienst an Leib und Seele."

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