- 20.10.2011, 10:31:45
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VCÖ fordert seniorengerechtes Verkehrssystem
VCÖ fordert niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet
Wien (OTS) - Österreichs Verkehrssystem ist nicht seniorengerecht,
stellt der VCÖ fest. Das unterstreicht auch die Unfallstatistik des
1. Halbjahres. Elf der 14 tödlich verunglückten Radfahrer waren älter
als 65 Jahre und 30 Prozent der im 1. Halbjahr tödlich verunglückten
Fußgänger waren Senioren.
"Unser Verkehrssystem ist auf junge, schnell reagierende
Verkehrsteilnehmer ausgerichtet. Auf die besonderen Bedürfnisse
älterer Menschen wird zu wenig Rücksicht genommen", kritisiert
VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Vor allem das tödliche Unfallrisiko
ist für ältere Menschen höher als für jüngere. Die VCÖ-Analyse zeigt,
dass heuer über alle Altersgruppen gesehen jeder 187. Fahrradunfall
tödlich endete, bei älteren Menschen war es jeder 42. Unfall. Ähnlich
bei Fußgängerunfällen: Insgesamt endete jeder 43. Fußgängerunfall
tödlich, bei Senioren aber jeder 29. Unfall. Bewegung ist für die
Gesundheit älterer Menschen sehr wichtig, deshalb sind die Gefahren
im Straßenverkehr für ältere Menschen rasch zu verringern, betont der
VCÖ.
Der VCÖ fordert niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet, mehr
verkehrsberuhigte Zonen, längere Grünphasen bei Fußgängerampeln sowie
verstärkte Maßnahmen gegen Telefonieren am Steuer. Zudem fordert der
VCÖ mehr Radwege entlang von Freilandstraßen.
Rückfragehinweis:
VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer (01) 8932697, (0699)18932695
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