VCÖ fordert seniorengerechtes Verkehrssystem

VCÖ fordert niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet

Wien (OTS) - Österreichs Verkehrssystem ist nicht seniorengerecht, stellt der VCÖ fest. Das unterstreicht auch die Unfallstatistik des 1. Halbjahres. Elf der 14 tödlich verunglückten Radfahrer waren älter als 65 Jahre und 30 Prozent der im 1. Halbjahr tödlich verunglückten Fußgänger waren Senioren.

"Unser Verkehrssystem ist auf junge, schnell reagierende Verkehrsteilnehmer ausgerichtet. Auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen wird zu wenig Rücksicht genommen", kritisiert VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Vor allem das tödliche Unfallrisiko ist für ältere Menschen höher als für jüngere. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass heuer über alle Altersgruppen gesehen jeder 187. Fahrradunfall tödlich endete, bei älteren Menschen war es jeder 42. Unfall. Ähnlich bei Fußgängerunfällen: Insgesamt endete jeder 43. Fußgängerunfall tödlich, bei Senioren aber jeder 29. Unfall. Bewegung ist für die Gesundheit älterer Menschen sehr wichtig, deshalb sind die Gefahren im Straßenverkehr für ältere Menschen rasch zu verringern, betont der VCÖ.

Der VCÖ fordert niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet, mehr verkehrsberuhigte Zonen, längere Grünphasen bei Fußgängerampeln sowie verstärkte Maßnahmen gegen Telefonieren am Steuer. Zudem fordert der VCÖ mehr Radwege entlang von Freilandstraßen.

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