Universität für angewandte Kunst und Universität Wien erforschen Schwedenspuren in Österreich

Präsentation neuer Vermittlungsstrategien

Wien (OTS) - Im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen der Universität für angewandte Kunst Wien und der Universität Wien haben der schwedische Botschafter S.E. Nils Daag und die ProfessorInnen Ao. Univ.-Prof. Dr. Ruth Mateus-Berr und O. Univ.-Prof. Dr. Sven Hakon Rossel, ausgewählte VertreterInnen aus Politik, Kunst, Bildung, Wirtschaft, Tourismus und Medien zur Präsentation am 18. Oktober 2011 in die Residenz des Botschafters eingeladen.

Im Laufe des Sommersemesters 2011 haben Studierende beider Universitäten Schwedenspuren in Österreich erforscht und neue Vermittlungsstrategien zu den Themen entwickelt. So entstanden pädagogische Konzepte und Prototypen wie zum Beispiel Gesellschafts-, Karten- und Brettspiele zu schwedischer Musik und Schwedenspuren im Alltag. Volksschulkindern sollen schwedische Literatur und Kultur in einem animierenden Astrid Lindgren Workshop näher gebracht werden. Die Spuren Schwedens in Wien werden durch einen mobilen Guide in Form einer Smartphone-Application dargestellt und Spuren in Niederösterreich sind durch eine interaktive Internetseite dargelegt worden.

Die Präsidentin der Österreichisch-Schwedischen-Gesellschaft, Dr. Ingela Bruner, hat zu dieser Zusammenarbeit die Grundbausteine gelegt. Die ehemalige Rektorin der Universität für Bodenkultur engagiert sich stets für die Zusammenarbeit im universitären Umfeld und beschreitet hierbei gerne neue Wege, abseits der traditionellen Pfade. Sie kannte die Offenheit von Dr. Rossel und die Vorliebe von Dr. Mateus-Berr zu interdisziplinären Projekten. Es lag daher nahe eine Kooperation einzuleiten. "Hierbei handelt es sich nicht um eine reine Nebeneinanderdarstellung von Fachgebieten, wie dies die herkömmliche Form des Unterrichtens an höheren Bildungseinrichtungen ist. Interdisziplinarität bezeichnet eine Synthese von mehreren Disziplinen oder auch hervorragende Ergänzungen. Ich bin immer wieder begeistert wie sehr unsere Studierenden die Möglichkeit zum interdisziplinären Arbeiten aufgreifen. Ich wünsche mir nur, dass unsere Universitäten noch aktiver werden", erklärt Mateus-Berr von der Angewandten.

Den wissenschaftlichen Aspekt, Information über Schweden, lieferten die StudentInnen der Universität Wien. Die Lehramtstudierenden der Universität für angewandte Kunst Wien steuerten ihr Wissen über alternative Vermittlungskonzepte im Bereich Kunst bei. In Teams wurden zusammen neue Vermittlungsstrategien entwickelt. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine Premiere für beide Fakultäten wie Mateus-Berr erklärt: "Wir waren mutig. Wenn man noch nie miteinander zusammengearbeitet hat, kann es Überraschungen geben. Diese waren sehr positiv."

Die StudentInnen selbst haben die Interdisziplinarität mit Begeisterung aufgenommen. Von den Studierenden der Universität Wien wurde die Zusammenarbeit als eine hervorragende Abwechslung zum universitären Alltag empfunden. "Man setzt sich nicht nur mit den bekannten Methoden des Fachs auseinander, sondern lernt Neues kennen. Ich bin total begeistert von den Ergebnissen.", lobt Burkard Bärner von der Universität Wien. Der Umgang mit Studierenden von anderen Universitäten fördert sowohl die Teamfähigkeit als auch die sozialen und diplomatischen Kompetenzen der Studierenden. Dr. Rossel, Leiter des Instituts für Skandinavistik, ist begeistert von der inspirierenden Zusammenarbeit der Studierenden, die mit großem Enthusiasmus und Einsatz im Rahmen dieses Projekts zueinander gefunden haben. "Ich finde, die Kombination von eher traditioneller Forschung und Wissenschaft mit kreativem Design und künstlerischer Präsentation faszinierend."

Die Studierenden haben mit hoher Begeisterung, Einsatzfreude und Professionalität überzeugt. Das hohe Engagement aller Mitwirkenden wurde nun durch die Präsentation an der Botschaft, welche das Projekt mit finanziellen Mitteln unterstützt hat, gekrönt. Rossel hofft auf großes öffentliches Interesse: "Dies haben sich unsere Studierende wirklich verdient". Ob es weitere interdisziplinäre Zusammenarbeiten zwischen der Universität für angewandte Kunst Wien und Universität Wien geben wird, ist noch nicht sicher. Die Mitwirkenden würden sich über neue Kooperationen durchaus freuen, denn sie nahmen wichtige und interessante Erfahrungen für ihr weiteres Studium und die Arbeitswelt mit.

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