- 19.10.2011, 11:37:31
- /
- OTS0136 OTW0136
Schilcher: Fekters Budgetentwurf ist kein Bildungs-Zukunfts-Budget
Faymann und Spindelegger müssen Bildungsgipfel einberufen
Wien (OTS) - Kein gutes Haar an dem von Ministerin Fekter heute
vorgestellten Budgetentwurf im Bildungsbereich lassen die Initiatoren
des Bildungsvolksbegehren, Hannes Androsch und Bernd Schilcher. Beide
betonen, dass Investitionen in die Bildung die wichtigsten
Zukunftsinvestitionen sind. "Von dieser drängenden Priorisierung des
Bildungsbudgets ist leider nichts zu merken", nennt Schilcher den
Kern des Problems, und Androsch ergänzt: "Mit diesem Budget leben wir
weiter auf Kosten der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder".
Konkret fordern Androsch und Schilcher dass alle PädagogInnen -
die ElementarpädagogInnen ebenso wie die derzeitigen Landes- und
BundeslehrerInnen oder die SozialpädagogInnen - in einen
einheitlichen Bundesdienst übernommen werden. Dafür müsse die
Regierung ausreichende Budgetmittel zur Verfügung stellen. "Für
unsere Kinder kann nur die beste pädagogische Betreuung gut genug
sein. Einkommensgerechtigkeit im gesamten pädagogioschen Bereich zu
schaffen ist ein wichtiger Schritt dazu. Dafür braucht es eine
gemeinsame Kraftanstrengung der Politik, die beim Budget anfangen
muss. Ich fordere daher Faymann und Spindelegger auf, rasch einen
Bildungsgipfel einzuberufen", drängt Schilcher die Regierungsspitze.
Zwar anerkennt Schilcher die Erhöhung der Forschungsquote als
richtigen Schritt, kritisiert aber andere Punkte der Budgetrede von
Fekter: "80 Mio für Ganztagsbetreuung ist nicht nur zu wenig, sondern
auch falsch investiert. Wir brauchen Ganztagsschulen. Deutschland hat
schon vor mehreren Jahren eine Milliarde vom Bund in Ganztagsschulen
investiert; die Länder haben diesen Betrag dann noch verdoppelt. Auch
die Erhöhung der Mittel für die Universitäten ist viel zu gering!"
Hannes Androsch unterstreicht die Dringlichkeit eines
Bildungsgipfels: "Sämtliche Parteien und Interessenvertreter sollten
von Faymann und Spindelegger zu einem Bildungsgipfel geladen werden,
um endlich ein Gesamtpaket für eine Bildungsreform zu schnüren.
Österreich braucht einen Rettungsschirm für die Bildung. Der Gipfel
sollte am besten noch vor der Eintragungswoche für das Volksbegehren
stattfinden - also vor dem 3. November".
Abschließend verweisen Androsch und Schilcher noch auf ein
geflügeltes Wort, dass John F. Kennedy zugeschrieben wird, und nichts
an seiner Gültigkeit verloren hat: "Es gibt nur eins, was auf Dauer
teurer ist als Bildung, keine Bildung!"
Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative Mag. Georg Koenne, Pressereferent T: 01/3100740-24 F: 01/3100740-40 E: [email protected] W: www.nichtsitzenbleiben.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BFZ






