• 17.10.2011, 21:17:25
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Über und unter den Verhältnissen (von Claudia Grabner)

Ausgabe 18. Okt. 2011

Klagenfurt (OTS) - Es ist die Verhältnismäßigkeit, die nicht
stimmt. Die schon lange nicht mehr stimmt. Und die von Jahr zu Jahr
weniger stimmt ... Eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent mag im Vorjahr
für die Unternehmerseite ja recht ordentlich geklungen haben - de
facto bedeutete sie für die heimische Arbeiterschaft einen
Reallohnverlust von 0,8 Prozent. Preissteigerungen und Abgabenfluten
haben besagte 2,3 Prozent hurtig weggefressen. Unterdessen haben sich
Unternehmer- und Managerriegen mit mindestens fünf Prozent bedient
(es gab auch solche mit einem Plus von 20, 80 und noch mehr Prozent).
Jedenfalls: Mit fünf Prozent sind fünf Prozent des Managergehalts von
rund 140.000 Euro gemeint - nach Adam Riese 7000 Euro. Wenn nun die
Metaller um 5,5 Prozent ringen, sprechen sie von einem
Monats-Mindestlohn von 1515 Euro (brutto): Das Plus würde etwa 80
Euro betragen (womit sich gerade einmal der Preisanstieg beim Heizöl
begleichen ließe). Ganz abgesehen davon, dass die Metallerbranche
einen Gewinn von 5,5 Milliarden cashte und die geforderten 5,5
Prozent 340 Millionen kosten. So viel zum Thema Verhältnismäßigkeit.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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