- 15.10.2011, 08:00:35
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"profil": Erneut massive Vorwürfe gegen Gerald Matt
Fünf eidesstattliche Erklärungen belasten Kunsthalle-Direktor schwer - Matt soll Umbauarbeiten in Privatwohnung regelmäßig über Kunsthalle verrechnet haben
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, soll Gerald Matt, Direktor der
Kunsthalle Wien, in den Jahren 1998 bis 2005 auf Kosten des Hauses
private Dienstleistungen konsumiert haben - in beträchtlichem Umfang.
Fünf eidesstattliche Erklärungen zeugen davon: Matt habe Mitarbeiter
des Ausstellungshauses mit diversen Reparatur-, Installations- und
Transportarbeiten für seine Privatwohnung in der Wiener
Gumpendorferstraße betraut und von der - großteils öffentlich
finanzierten - Kunsthalle Wien bezahlen lassen. Die Zeugen berichten
zudem, dass regelmäßig Matts private Möbel transportiert, Einbauten
und Reparaturarbeiten an seinen Autos durchgeführt und Umbauarbeiten
in seiner Wohnung verrichtet worden seien. Auch zahlreiche andere
private Organisationstätigkeiten scheint Matt in die Hände seiner
Angestellten gelegt zu haben: etwa Bankgeschäfte,
Steuerangelegenheiten und Urlaubsreisen. Ein Zeuge bekundet, dass
"Matt als eigenes 'Projekt' betrachtet werden konnte".
Matt selbst war gegenüber "profil" zu keiner Stellungnahme bereit,
ebenso wenig Bettina Leidl, die noch bis Ende November 2011 als
Geschäftsführerin der Kunsthalle fungiert. Der Vorstand der
Kunsthalle verweist nur auf laufende Prüfungen durch das Kontrollamt
und teilt lapidar mit, "dass zu keiner Zeit private Leistungen für
Dr. Matt aus Mitteln der Kunsthalle beglichen wurden". Die fünf
Schriftstücke wurden indes an Staatsanwaltschaft und Kontrollamt
übermittelt.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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