• 14.10.2011, 13:31:36
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Die vier deutsprachigen Umweltminister geben den Weg für eine neue Energie und Klima Zukunft vor

Klimagipfel in Durban im Zentrum der Gespräche des vier Minister Treffens im Burgenland - Fachkonferenz zum Thema Erneuerbare Energien nächstes Jahr in Wien

Wien/Nebersdorf (OTS) - "Allianzen sind notwendig, um für
gemeinsame Standpunkte einzutreten", so Umweltminister Niki
Berlakovich, der seine MinisterkollegInnen aus Deutschland,
Liechtenstein und der Schweiz zu einem Arbeitstreffen ins Burgenland
eingeladen hat. Mit Norbert Röttgen, dem Umweltminister der
Bundesrepublik Deutschland, Doris Leuthard, der Bundesrätin für
Umwelt der Schweizer Eidgenossenschaft sowie mit der Regierungsrätin
für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein Renate Müssner diskutierte
Berlakovich gestern und heute gemeinsame Standpunkte und Ziele in der
Umweltpolitik. ***

Im Zentrum der Gespräche stand die Klimaschutzkonferenz in
Durban/Südafrika Ende dieses Jahres. "Wir müssen den Klimaschutz auf
internationaler Ebene vorantreiben und Europa muss in Durban viel
Engagement zeigen. Die EU ist bereit, eine zweite
Verpflichtungsperiode zum Kyoto-Protokoll einzugehen, aber nicht ohne
Bedingungen. Wir sind zwar Vorreiter, erwarten uns vom Rest der Welt
aber auch klare Verpflichtungen. Ein Alleingang Europas würde das
Klima schließlich nicht retten. Wir sind nur für elf Prozent der
Treibhausgase verantwortlich. Auch die restlichen 89 Prozent müssen
ins Boot kommen", fasst Berlakovich die Verhandlungsposition der EU
zusammen.

"Das traditionelle Vierertreffen mit unseren deutschsprachigen
Nachbarn ist eine gute und wichtige Gelegenheit, unsere Positionen
zur Vorbereitung der Klimakonferenz in Durban auszutauschen und über
Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit beim Ausbau der Erneuerbaren
Energien und der Energieeffizienz zu sprechen", ergänzt der deutsche
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Klimaschutz geht schließlich Hand in Hand mit der Energiefrage.
Auch Österreich hat hier ein klares Ziel. Bis 2050 möchte Berlakovich
Österreich energieautark machen und er hat den Fahrplan in Richtung
Energieautarkie bereits gestartet. Die anderen drei Länder haben
ähnliche Ziele. "Für mich zählen Klimaschutz, Umwelttechnologien und
Luftqualität zu den thematischen Prioritäten. Es ist ein erklärtes
Ziel Liechtensteins, die Forcierung von Umwelttechnologien weiter
voranzutreiben. Sie helfen nicht nur beim Umweltschutz, sondern
verbessern auch die Lebensqualität der Menschen. Ziel unserer
gemeinsamen Klimabrücke muss in den kommenden Jahren sein, die
Zusammenarbeit in Klima- und Energiefragen zu fördern und
energiepolitische Kräfte miteinander zu vernetzen", so die
Regierungsrätin für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein Dr. Renate
Müssner.

Auch das Thema Atomenergie stand auf der Agenda des Treffens.
"Deutschland und die Schweiz haben aus Fukushima unverzüglich Lehren
gezogen und sich für eine sichere Zukunft ohne Atomenergie
entschieden. Das zeigt uns, dass es ohne Atomenergie sehr wohl
möglich ist die Energieversorgung eines Landes sicherzustellen.
Energieautarkie bis 2050 ist mein Ziel für Österreich - das im
Verbund mit anderen Staaten. Österreich kann hier mit Erfahrung und
Wissen aus erneuerbaren Energienquellen maßgeblich dazubeitragen.",
so Berlakovich. Während Österreich und Liechtenstein atomkraftfrei
und auch Teil der Antiatomallianz sind, haben Deutschland und die
Schweiz noch aktive Kraftwerke. Beide Länder haben aber den
Atomausstieg - als unmittelbare Folge des katastrophalen Ereignisses
in Fukushima/Japan im März dieses Jahres - bereits beschlossen.

"Der größte Erfolg für den Klimaschutz liegt in der gemeinsamen
Anstrengung für eine neue Klima und Energiepolitik. Die Schweiz ist
sich ihrer Position bewusst und nimmt die Verantwortung für künftige
Generationen wahr.", so die Schweizer Bundesrätin für Umwelt Doris
Leuthard.

Geeinigt haben sich die vier MinisterInnen heute, dass die
Zusammenarbeit der vier Länder im Umweltbereich in Zukunft noch
intensiver fortgesetzt wird. Der Fokus wird dabei auf den Themen
Erneuerbare Energie und Energieeffizienz liegen. Der erste
Umsetzungsschritt der neuen Zusammenarbeit wird eine Fachkonferenz zu
Klima und Energie Modellregionen nächstes Jahr in Wien sein, an der
Vertreter aus allen vier Ländern den Fortschritt des Umstiegs auf
Erneuerbare Energien diskutieren werden.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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