• 14.10.2011, 13:02:28
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ÖH Salzburg zu neuem UNIPARK: Willkommen im Uni:Zoo

ÖH macht beim Tag der offenen Tür auf die Schattenseiten des Uni-Neubaus aufmerksam

Elisabeth Losbichler, eine Betroffene und Simon Hofbauer, ÖH-Vorsitzender präsentieren vor dem UNIPARK Nonntal einen Maßnahmenkatalog, der später an Uni & BIG überreicht wurde

Salzburg (OTS) - Beim heutigen Tag der offenen Tür des neuen
Unipark-Gebäudes der Universität Salzburg machte die Österreichische
HochschülerInnenschaft (ÖH) Salzburg mit einer Protestaktion auf
zahlreiche Mängel aufmerksam. Die Studierenden hissten am Dach des
Neubaus ein 42 Quadratmeter großes Transparent mit zentralen
Kritikpunkten. Zudem wurden alle nicht barrierefreien Bereiche mit
auffälligen Schildern gekennzeichnet. Ein umfangreicher
Maßnahmenkatalog wurde Uni-Rektor Heinrich Schmidinger, dem
Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft Hans-Peter Weiss und
Dekanin Ingrid Paus-Hasebrink übergeben.

Während offizielle Stellen den Unipark Nonntal in höchsten Tönen
loben, bringt die ÖH mit einem provokanten Vergleich die Kritik von
Studierenden und MitarbeiterInnen zum Ausdruck: "Der Uni-"Park"
ähnelt einem Uni-"Zoo" - beengte Verhältnisse, in Teilen nicht
barrierefrei, frisst unnötig viel Energie und die MitarbeiterInnen
sind rund um die Uhr beobachtbar", spitzt Simon Hofbauer vom
ÖH-Vorsitzteam die Kritik zu.

Aufgrund der Spar-Vorgaben der Bundesregierung bietet der Unipark nur
17.000 Quadratmeter Nutzfläche - obwohl bereits 2004 ein Bedarf von
23.000 Quadratmetern erhoben wurde! "Seither sind die
Studierendenzahlen deutlich gestiegen. Die Raumknappheit an der Uni
wird mit dem Unipark auf Jahre hin einzementiert", erklärt Tobias
Aigner vom ÖH-Vorsitzteam. "Die Hörsäle, Seminarräume und Büros sind
wegen der gläsernen Wände vollständig einsehbar. Ein ungestörtes
Arbeiten von Studierenden und MitarbeiterInnen wird massiv
eingeschränkt".

Für besonderen Unmut bei der Studierendenvertretung sorgt die
mangelnde Barrierefreiheit. Menschen mit körperlichen
Beeinträchtigungen wird die Nutzung des Gebäudes unnötig schwer
gemacht. "Fast im gesamten Gebäude fehlen Kennzeichnungen in
Brailleschrift. Für sehbeeinträchtigte Personen ist es praktisch
unmöglich, sich im Unipark zurechtzufinden", kritisiert Simon
Hofbauer. "Auch RollstuhlfahrerInnen werden Steine in den Weg gelegt:
Manche Türen können nicht ohne fremde Hilfe geöffnet werden, Seifen-
sowie Papiertuchspender in den WCs sind schwer erreichbar und in
Hörsälen fehlen geeignete Plätze. Teile der Bibliothek und
Dachterrasse sind nur über Treppen erreichbar!"

Auch die Umweltfreundlichkeit des Neubaus lässt zu wünschen übrig:
"Für 5.500 Studierende gibt es nur 100 überdachte Radabstellplätze in
der Unipark-Garage. Aus Sicht der ÖH Salzburg ist dies eine klare
Fehlkonstruktion, da über 40 Prozent der Studierenden mit dem Rad zur
Universität fahren!", kritisiert Susanne Karrer, ÖH-Vorsitzteam.

"Grundlegende Mängel, wie die Platznot, können im Nachhinein kaum
behoben werden. In puncto Barrierefreiheit, Umweltfreundlichkeit und
Schutz der Privatsphäre fordert die ÖH umgehende Verbesserungen", so
das ÖH-Vorsitzteam unisono, "Der jetzige Uni-"Zoo" muss dringend zu
einem menschenfreundlichen "Unipark" werden!"

Fotos und der ÖH-Forderungskatalog im Original als Download:
www.oeh-salzburg.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis:
Simon Hofbauer
Vorsitzteam der ÖH Salzburg
0664 88 66 32 18
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHS

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