• 13.10.2011, 18:31:05
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BZÖ-Bucher: Ein schwarzer Tag für Europa und Österreichs Steuerzahler

Mit Slowakei letzte Bastion der Vernunft gefallen

Wien (OTS) - "Das ist ein schwarzer Tag für Europa und die
österreichischen Steuerzahler", kommentiert BZÖ-Chef Klubobmann Josef
Bucher das heutige Ja der Slowakei zum Euro-Schutzschirm. Die
Erhöhung des Garantierahmens auf 780 Milliarden und damit verbunden
Österreichs Beteiligung mit 29 Milliarden sind für den BZÖ-Chef "der
Anfang vom Ende des Euro in seiner heutigen Form". Bucher rechnet
damit, dass bald mehr als eine Billion Euro notwendig sein werden und
verweist auch auf einen Bericht des regierungsnahen amerikanischen
Instituts "Strategic Forecast" (STRATFOR), wo Kosten von zwei
Billionen Euro für die Euro-Rettung veranschlagt werden, also eine
Verfünffachung des derzeitigen Rahmens droht: "Es droht eine
finanzielle Kernschmelze Europas - zwei Billionen sind nicht
realistisch, nicht machbar und würden alle noch halbwegs stabilen
Euro-Länder schuldentechnisch vernichten. Österreich begeht hier
Selbstmord auf Raten", so Bucher.

Die EU und die österreichische Bundesregierung müssten endlich zur
Kenntnis nehmen, dass Griechenland finanziell nicht mehr rettbar sei.
"Die aktuellen Defizit- und Wirtschaftszahlen für Griechenland sind
desaströs und gehen weit am Sparziel vorbei. Es ist völlig sinnlos
und unverantwortlich, wenn weitere Steuermilliarden nach Griechenland
nur zum Zeitgewinn fließen und dann sowieso die Pleite eintritt. Die
Österreicherinnen und Österreicher haben schon "Genug gezahlt!"."

Bucher fordert ÖVP-Finanzministerin Fekter auf, endlich die
Interessen Österreichs zu vertreten und ihren Kollegen der Eurozone
klarzumachen, dass aus unserem Land kein Steuergeld mehr nach
Griechenland und in andere EU-Pleiteländer fließen kann. "Mit diesem
Herumdoktern an wirkungslosen Rettungspaketen muss Schluss sein. Fakt
ist, dass wir uns eine Rettung Griechenlands und anderer Olivenländer
nicht leisten können." Die einzige Lösung ist für den BZÖ-Chef der
Austritt Griechenlands aus der Eurozone und die Einführung einer
eigenen Währung. "Zukünftig muss es einen Nordeuro für die
wirtschaftlich stabilen Länder und einen Südeuro für alle anderen
EU-Länder geben. Eine Transferunion - wie sie derzeit stattfindet -
reißt alle Länder in den Abgrund und muss daher gestoppt werden",
bekräftigt Bucher.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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