• 13.10.2011, 15:33:04
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EU-Parlament: Tierfreundliche Lösung des Streunerproblems in Sicht

VIER PFOTEN begrüßt Entscheidung und fordert von EU- Kommission rasche Umsetzung

Wien/Brüssel (OTS) - Nach vier Monaten hat die Schriftliche
Erklärung Nr. 26 des Europaparlaments zur Kontrolle der Population
von Hunden in Europa die erforderliche Mehrheit erreicht. Damit hat
die Mehrzahl der europäischen Abgeordneten das Problem und das Leiden
der Straßentiere in Europa offiziell anerkannt, und fordert nun
Lösungen von der EU-Kommission ein, wie das Kennzeichnen und
Registrieren der Tiere.

Die angenommene Schriftliche Erklärung Nr. 26, initiiert am 6.
Juni von Daciana Sârbu (Rumänien/S&D), Adina Valean (Rumänien/ALDE),
Elisabeth Jeggle (Deutschland/EPP, Romeva i Rueda (Spanien/Greens),
und Janusz Wojciechowski (Polen/ECR) ermöglicht es dem
Europaparlament, die EU Kommission anzurufen und dazu aufzufordern,
die Situation der Hunde in Europa zu verbessern. Dies sollte in der
Form geschehen, dass die Belange der Heimtiere in der
Tierschutzstrategie zu berücksichtigen sind, und die Kennzeichnung
und Registrierung als Verpflichtung der Mitgliedstaaten in das
geplante Tiergesundheitsgesetz aufzunehmen ist.

"Wir haben mit dem heutigen Ergebnis einen großen Schritt getan
auf dem Weg zu unserem Ziel verantwortungsbewusster Hundehaltung in
Europa" so Dr. Marlene Wartenberg, Leiterin des Europabüros von VIER
PFOTEN in Brüssel, "und wir freuen uns über das gute Ergebnis, das
wir nach vier Monaten intensiver Informationsarbeit in Brüssel und
Straßburg gemeinsam mit der Eurogroup for Animals und IFAW erreicht
haben".

In Europa ist von einer grob geschätzten Zahl von 120 Millionen
Tieren auszugehen. Die auch wissenschaftlich anerkannte einzige
wirksame Methode, um die Zahl unerwünschter Heimtiere zu reduzieren,
ist eine Gesamtstrategie verantwortlicher Hundehaltung mit
unterschiedlichen Maßnahmen, zum Beispiel gezielter
Geburtenkontrolle. Die ungehemmte Vermehrung der Tiere und das Fehlen
europäischer Standards für den Umgang mit Straßentieren in Europa
bedeuten Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier, und nicht
zuletzt erhebliches Tierleid.

Die Schriftliche Erklärung stellt die Aufforderung an die EU
Kommission in den Vordergrund, das in Art. 13 Lissabon Vertrag/VAEU
verankerte allgemeine Handlungsprinzip, Tiere als 'fühlende
Lebewesen' zu werten und entsprechend zu handeln, umzusetzen. Dies
ist ebenfalls von den Mitgliedstaaten zu beachten. Als erster Schritt
empfiehlt sich die Kennzeichnung und Registrierung für die
Rückverfolgbarkeit der Heimtiere. "Nur mit verantwortungsvollen
Haltern von Hunden und Katzen können die überzähligen Tiere reduziert
und grausame Tötungsaktionen vermieden werden" so Dr. Wartenberg
abschließend.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website
www.carodog.eu

Rückfragehinweis:
Dr. Marlene Wartenberg
Tel.: 0032 476 89 38 21
VIER PFOTEN Brüssel

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPF

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