• 12.10.2011, 13:19:16
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Grüne Wien/Maresch ad Asfinag: Lobauautobahn wird zum Milliardengrab

"Neuer Speckgürtel östlich von Wien schädigt die Wiener Wirtschaft"

Wien (OTS) - "Wir Grüne Wien lehnen die Lobauautobahn aus
wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und ökologischen Gründen
weiterhin strikt ab", so der Verkehrssprecher der Grünen Wien,
Rüdiger Maresch.

"Angesichts der weltweiten Finanzkrise ist der geplante Bau der
Lobauautobahn noch viel unsinniger als bisher", erklärt Maresch. In
der heutigen Pressekonferenz der Asfinag wurde bekannt, dass die
Asfinag nun schon von Baukosten von über 1,8 Mrd. Euro ausgeht -
bisher war von weniger als 1,7 Mrd. Euro die Rede. "Sollte die
Autobahn tatsächlich gebaut werden, gehe ich davon aus, dass die
Kosten schließlich bei drei Mrd. Euro liegen", vermutet Maresch.

Die Asfinag hat bereits jetzt elf Milliarden Euro Schulden, für die
der Staat voll haftet. Neben diesem finanziellen Aspekt wirken sich
die geplanten Autobahnprojekte S1-Lobauautobahn,
S8-Marchfeldschnellstraße und die S1-Spange zum Flugfeld Aspern für
den Wirtschaftsstandort Wien negativ aus.

"Das Beispiel der A 5 zeigt, dass neue Autobahnen noch mehr Verkehr
in die Stadt schaufeln und der öffentliche Verkehr darunter massiv
leidet", so Maresch. Entlang dieser Schnellstraßen werden in
Niederösterreich Einkaufszentren und Fachmärkte aus dem Boden
schießen und weitere Kaufkraft aus Wien abziehen - wie man bei SCS
eindrucksvoll sieht. Bereits die von der Stadt Wien 2003 in Auftrag
gegebene strategische Umweltprüfung für den Nordostraum Wien hat dies
für die vorliegende Variante der Lobau-Autobahn ergeben. Wortwörtlich
wird in dieser Untersuchung von einem weiteren Speckgürtel an der
Wiener Landesgrenze gewarnt.

"Landeshauptmann Pröll und die Bürgermeister von Aderklaa, Deutsch
Wagram, Raasdorf und Groß-Enzersdorf reiben sich jetzt schon die
Hände wegen des Abzugs der Kaufkraft aus Wien", berichtet Maresch.
"Dieser Schaden für die Stadt Wien muss abgewehrt werden."
Der Bau der "Stummelautobahn" von Raasdorf zum Flugfeld Aspern - die
S1-Spange Aspern - wird dazu führen, dass einerseits der neue
Stadtteil Flugfeld Aspern zu einem riesigen Park & Ride-Parkplatz für
die niederösterreichischen PendlerInnen verkommt und andererseits die
DonaustädterInnen ganz schnell zu den niederösterreichischen
Einkaufszentren fahren können", so Maresch abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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