• 12.10.2011, 12:51:35
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ÖH Uni Wien: Bologna Brain Saw Massacre verhindern!

Bildungsmonster wütet an der Universität Wien

Wien (OTS) - Zum Auftakt der bildungspolitischen Kampagne der ÖH
Uni Wien ("Bologna Brain Saw Massacre") wurde das Bildungsmonster
losgelassen, das nun an der Uni Wien wütet und die unerträgliche
Studien- und Existenzsituation von Student_innen repräsentiert.

"Universitäten werden als profitorientierte Unternehmen geführt", so
Julia Kraus vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. "Unikonferenz, Rektorat,
Wirtschaftskammer und Wissenschaftsministerium doktern an den
Hochschulen herum. Sie verleumden den Bildungsbegriff und postulieren
stets nur eine Orientierung des Wissens an marktwirtschaftlichen
Erfordernissen. Und was sich nicht "rentiert", wird schlichtweg
gekürzt - vom Personal bis hin zu ganzen Studienrichtungen."

Kübra Atasoy stellt klar: "Die Rechte und Bedürfnisse von
Student_innen rücken mehr und mehr in den Hintergrund. Die neu
eingeführten STEOPs sowie Zugangsbeschränkungen und
Voraussetzungsketten sollen Studierendenzahlen verringern. Den
Student_innen wird nach nur einem Semester das Weiterstudieren
unmöglich gemacht, wenn sie eine einzige Prüfung beim
Wiederholungsantritt nicht bestehen."

Dem kann Maria Clar nur zustimmen und bekräftigt: "An diesem
Bildungshorror gehen viele zugrunde. Der Großteil der Studierendenden
ist mangels finanzieller Absicherung auf Erwerbsarbeit angewiesen und
sieht sich zudem Beihilfenkürzungen ausgesetzt. Ein ungelöstes
Problem sind außerdem immer noch wirkende Diskriminierungen aufgrund
von Geschlecht oder Herkunft. All das stellt eine ungemeine Belastung
für Student_innen dar und hat zur Folge, dass sich der psychische
Gesundheitszustand verschlechtert."

Es darf nicht sein, dass Student_innen nur mehr als Humanressourcen
betrachtet werden, und ihr Zugang zu Wissen beschränkt wird.
Studierende werden so zu normierten Arbeitszombies ohne
Entfaltungsspielraum. Durch diese Art von Uni-Politik wird die Idee
von Hochschulbildung ad absurdum geführt.

"Schluss mit schauderhaften STEOPs, Beschränkungen und Kürzungen!"
stimmen Kraus, Atasoy und Clar überein. "Wir rufen Regierung und
Rektorat auf, sich zum freien und offenen Hochschulzugang zu
bekennen!"

Weitere Informationen auf: www.brainsawmassacre.at
Fotos der Aktion auf: http://www.flickr.com/photos/oehunivie/

Rückfragehinweis:

ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 0699 172 82 787
   mailto:presse@oeh.univie.ac.at
   http://www.oeh.univie.ac.at/
   
   Kathrin Glösel (0699/172 82 787)
   Jasmin Rückert
   Moritz Schwab

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