• 12.10.2011, 12:22:07
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ASFINAG: Erster Abschnitt der S 1 Wr. Außenring Schnellstraße soll 2014 in Bau gehen

Öffentliche Auflage des Projekts startet

Wien (OTS) - Der Regionenring bildet mit insgesamt sechs
Autobahnen und Schnellstraßen sowie einer Länge von rund 200 km eine
der wichtigsten Straßenverbindungen in Wien und Niederösterreich. Für
das letzte fehlende Teilstück, die S 1 Schwechat - Süßenbrunn mit dem
Tunnel Donau-Lobau laufen derzeit die Planungen. "Die ASFINAG
investiert in den Neubau des 19 km langen Abschnitts 1,8 Mrd. Euro,
wovon 1,4 Mrd. Euro auf den technisch anspruchsvollen Tunnel unter
der Donau und dem Nationalpark Donauauen entfallen", erklärte DI
Alois Schedl, Vorstandsdirektor der ASFINAG, heute im Rahmen einer
Pressekonferenz.

Schedl: "Die S 1 von Schwechat bis Süßenbrunn ist aus dem Prozess
der Überprüfung sämtlicher großer Neubauprojekte der ASFINAG im
Herbst 2010 als vorrangiges Projekt mit großem verkehrlichen Nutzen
hervor gegangen. Nach dem Ende der derzeit laufenden
Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) soll somit der Bau des ersten
Teilstücks von Süßenbrunn bis Groß Enzersdorf 2014 starten und 2016
abgeschlossen sein." Für den untertunnelten Abschnitt von
Groß-Enzersdorf bis Schwechat sieht das Bauprogramm der ASFINAG einen
Baustart im Jahr 2018 und eine Verkehrsfreigabe 2025 vor.

Umsetzung in Verwirklichungsabschnitten

Mit der S 1 wird eine wirkungsvolle Entlastung der hochbelasteten
bestehenden Straßen in der Donaustadt möglich. Wesentlich für den
Wirtschafts- und Lebensstandort Ostregion ist auch deren künftig
verbesserte Anbindung durch die S 1. DI Alexander Walcher,
Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH. "Der S 1 Abschnitt
nördlich der Donau mit Baustart 2014 ist für sich verkehrswirksam.
Mit Errichtung des ersten Teilstücks können die S 8 Marchfeld
Schnellstraße und die Spange nach Aspern an das Autobahnen und
Schnellstraßennetz angebunden werden. Damit entsteht rasch ein
wirkungsvolles Verkehrssystem für die gesamte Ostregion."
Die Errichtung des zweiten Verwirklichungsabschnitts erfolgt nach
Fertigstellung des Abschnitts Groß-Enzersdorf bis Süßenbrunn. "Der
Tunnel Donau-Lobau bildet den finalen Lückenschluss im System des
Regionenrings. Mit Errichtung der Donauquerung als Tunnel ist
sichergestellt, dass keine negativen Auswirkungen auf den
Nationalpark Donau-Auen oder das Grundwasser in den angrenzenden
Siedlungsgebieten auftreten", so Walcher. Damit ist größtmöglicher
Umwelt- und Anrainerschutz bei gleichzeitig hoher verkehrlicher
Wirksamkeit sichergestellt.

Wie geht es bei der Umweltverträglichkeits-Prüfung weiter?

Die Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) für die S 1 Wiener
Außenring Schnellstraße im Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn wurde
im März 2009 gestartet. Die neuen Zeitpläne hinsichtlich einer
abschnittsweisen Errichtung wurden von der ASFINAG in das Projekt
eingearbeitet und die Unterlagen der Behörde zur Prüfung vorgelegt.
Die Wirkungen der Errichtung in Abschnitten werden daher im laufenden
UVP-Verfahren vollinhaltlich berücksichtigt. Den nächsten Schritt in
der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bildet die Öffentliche
Auflage des Projekts ab 13. Oktober in allen Standortgemeinden der
Planungsregion. Alle Bürgerinnen und Bürger können bis einschließlich
1. Dezember 2011 in die Projektunterlagen Einsicht nehmen und
schriftliche Stellungnahmen einbringen.

Höchste Maßstäbe für den Schutz von Mensch und Umwelt

DI Christian Honeger, Abteilungsleiter Planung ASFINAG Bau
Management GmbH: "Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen
Eingriffe in den Natur- und Landschaftsraum möglichst minimiert
werden. Es wurden daher im Zuge der Planungen für die
Umweltverträglichkeitserklärung umfangreiche Schutz- und
Ausgleichsmaßnahmen für Mensch und Umwelt berücksichtigt."
Entlang der gesamten S 1 Trasse sind Lärmschutzmaßnahmen zur
Einhaltung der strengen gesetzlichen Grenzwerte vorgesehen. Speziell
in den siedlungsnahen Trassenbereichen konnte durch Führung der
Trasse als Tunnel ein maximaler Lärmschutz erreicht werden. Diese
Maßnahmen sind bereits Projektbestandteil und werden auch von der
Behörde im Zuge der UVP noch einmal vorgeschrieben. "Schwerpunkt
aller Maßnahmen sind die optimale Einbindung des Projekts in den
Landschaftsraum, bestmögliche Abschirmung und die Sicherstellung des
Lärmschutzes in siedlungsnahen Bereichen", betonte Honeger.
Auch unter der Oberfläche werden die Planungen höchsten
Qualitätsansprüchen gerecht. Der Tunnelbau selbst erfolgt besonders
grundwasserschonend. Spezielle "geschlossene Tunnelbohrmaschinen"
sorgen dafür, dass es zu keiner Drainagierung (Entwässerung) oder
Verunreinigung des Grundwassers und schließlich zu einem
wasserdichten Endausbau kommt. Dadurch ist gewährleistet, dass der
Grundwasserhaushalt und damit die Vegetation im Nationalpark weder in
der Bauphase noch im Betrieb beeinträchtigt werden.

Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit steht bei allen Projekten der ASFINAG an
oberster Stelle. So erfüllt auch der Tunnel Donau-Lobau die
modernsten internationalen Sicherheitsstandards. Die bauliche
Konzeption und ein speziell für diesen Tunnel entwickeltes
Notfallkonzept sorgen gemeinsam mit den vorgesehenen Kommunikations-
und Überwachungseinrichtungen für maximale Sicherheit für die
Benutzer gemäß dem Stand der Technik.

Der Tunnel Donau-Lobau besteht aus zwei getrennten, parallel
verlaufenden Tunnelröhren mit je zwei Fahrstreifen und einem
durchgehenden drei Meter breiten Abstellstreifen. Zudem sind die
beiden Tunnelröhren durch eine Querverbindung (Querschlag)
miteinander verbunden, die im Falle eines Ereignisses als Fluchtwege
dienen. Diese sind so geplant, dass ausreichend Platz
(Aufstellfläche) vorhanden ist, um im Falle eines Ereignisses nicht
auf die gegenüberliegende Fahrbahn zu geraten. Im Notfall dient so
die freie Röhre als Flucht- und Rettungsstollen, ein höchst
effizientes Lüftungssystem garantiert dabei stets eine optimale
Luftversorgung. Durch ein speziell für den Tunnel entwickeltes
Notfallkonzept sowie modernste Kommunikationseinrichtungen,
Überwachung und Beleuchtung können im Ernstfall die
Rettungsorganisationen sofort zur Stelle sein.

Rückfragehinweis:
Mag. Christoph Pollinger
Pressesprecher ASFINAG Bau Management GmbH
Tel.: +43 (0) 664 60108-16841
E-Mail: [email protected]

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