Rhodos-Forum 2011: "Dialog - die Antwort auf die Krise"

Rhodos (OTS) -

  • Experten betonen Notwendigkeit für Veränderung des Wirtschaftssystems
  • Patentrezepte zur Bewältigung der sozio-ökonomischen Krise ungeeignet
  • Globalen Herausforderungen muss mit differenzierten Modellen begegnet werden

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Über 600 Teilnehmer aus rund 70 Ländern trafen sich vier Tage lang zu Diskussionen beim Rhodos-Forum, das zum neunten Mal vom World Public Forum "Dialogue of Civilizations" veranstaltet wurde. Das Forum konzentrierte sich auf die aktuellen Probleme der Weltwirtschaft, die Rolle der internationalen politischen Institutionen, brennende Themen wie die jüngsten Veränderungen in der arabischen Welt sowie die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Überwindung der Folgen der Krise.

Ein Ergebnis der Diskussionen lautete, dass es für die Bewältigung der derzeitigen sozio-ökonomischen Krise kein Patentrezept gibt. "Es ist dringend notwendig, die derzeit bestehenden Unausgewogenheiten zu beseitigen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Das neoliberale Marktmodell ist gescheitert und die Theorie einer postindustriellen Welt ins Leere gelaufen.", so Vladimir Yakunin, Präsident des World Public Forum sowie Präsident der Russischen Eisenbahn.

Um diese Veränderungen in all ihren Aspekten zu bewältigen, müssen andere Wirtschaftsmodelle implementiert werden, die auf die jeweiligen Länder abgestimmt sind. Außerdem waren sich die Teilnehmer einig, dass Europa und die Europäische Union gut beraten wären, mit den aktuellen internationalen Entwicklungen Schritt zu halten und in einen substanziellen Dialog mit Asien, Afrika und Südamerika einzutreten. Ein Ignorieren der derzeitigen internationalen Entwicklungen würde eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit Europas bedeuten, wodurch auch europäische Gesellschaften ins Hintertreffen geraten würden. Die europäischen Staaten benötigten weiters mehr politische Führungsstärke, um nicht zuletzt auch die Unterstützung der Bevölkerung für die notwendigen Reformen zu erlangen.

Unter den Teilnehmern waren der ehemalige österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der stellvertretende Außenminister der russischen Föderation Mikhail Bogdanov, Siemens-Vorstandschef Peter Löscher, der stellvertretende Bildungsminister des Königreichs Saudi-Arabien Faisal bin Abdulrahman bin Muammar und Johan Galtung vom Peace Research Institute Oslo.

Bilder der Konferenz und die 9. Erklärung des Rhodos-Forums finden sich auf www.rhodesforum.org

Rückfragen & Kontakt:

World Public Forum - Dialogue of Civilizations
Nikita Konopaltsev
E-Mail: n_konopaltsev@wpfdc.org
Tel.: +7 (915) 2438649

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