- 12.10.2011, 11:10:21
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Waldner: "Starkes Signal für Hungernde in Ostafrika"
Bundesregierung versechsfacht Hilfsgelder für Ostafrika und stellt insgesamt 8,5 Millionen Euro an Soforthilfe zur Verfügung
Wien (OTS) - "Österreich sendet ein starkes Signal, dass es sich
mit den hungernden und notleidenden Menschen in Ostafrika solidarisch
zeigt. Die Berichte über die aktuelle Situation am Horn von Afrika
zeigen ein dramatisches Bild. Eine Entspannung der Lage ist nach wie
vor nicht in Sicht. Besonders Kinder leiden unter den verheerenden
humanitären Bedingungen. Wir haben daher beschlossen unsere bisherige
Hilfe substantiell aufzustocken - ja sogar zu versechsfachen - und
für die notleidende Bevölkerung sofort weitere 7 Millionen Euro
bereitzustellen" so Staatssekretär Wolfgang Waldner, der im Auftrag
von Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger die
Aufstockung der österreichischen Hilfe für Ostafrika innerhalb der
Bundesregierung koordinierte.
Der Staatssekretär betonte aber auch, dass neben der wichtigen
Soforthilfe auch das langfristige Engagement der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit für Ernährungssicherheit gestärkt werden
soll: "Wir wollen den Menschen in Ostafrika rasch helfen. Aber wir
werden neben der Soforthilfe auch unser langfristiges Engagement in
der Region im Rahmen unserer Entwicklungszusammenarbeit mit unseren
bewährten Schwerpunkten Wasser, Nahrung und Gesundheit fortsetzen.
Österreich hat entgegen internationaler Trends konsequent auf die
ländliche Entwicklung gesetzt und insbesondere die biologische und
kleinbäuerliche Landwirtschaft gefördert. Dadurch wollen wir
verhindern, dass Hungersnöte überhaupt entstehen."
Vizekanzler Spindelegger hatte seinen Staatssekretär Waldner
beauftragt "frischen Wind" in die österreichische EZA-Politik zu
bringen und ihn angesichts der sich verschlimmernden Krise ersucht,
innerhalb der Bundesregierung, insbesondere mit dem Bundesministerium
für Finanzen über die Bereitstellung eines namhaften Betrages
Österreichs zur Linderung der Not in Ostafrika zu verhandeln.
"Ich bin insbesondere angesichts der Budgetsituation Maria Fekter
für Ihre Bereitschaft namhafte Mittel aus dem
Auslandskatastrophenfonds und aus dem eigenen Ressortbudget zur
Verfügung zu stellen, äußerst dankbar", so Waldner.
Die Bundesregierung werde 2 Millionen Euro (zusätzlich zu den
bereits zur Verfügung gestellten 1,5 Millionen Euro) aus dem
Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung stellen, um die humanitären
Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft in Ostafrika zu
unterstützen. Zudem stelle das Bundesministerium für Finanzen zur
Unterstützung der Hilfsbemühungen und zur Linderung der Not der
Menschen in Ostafrika 5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel
sollen teils internationalen humanitären Hilfsorganisationen, teils
im Wege der Austrian Development Agency (ADA) österreichischen
Hilfsorganisationen zu Gute kommen.
In den letzten Monaten sei es zu einer dramatischen
Verschlechterung der humanitären Lage durch die extreme Dürre, die zu
zusätzlichen gewaltigen Flüchtlingsströmen an den Grenzen zu Kenia
und Äthiopien geführt hat, gekommen. Derzeit seien laut Auskunft des
Humanitären Büros der Europäischen Union 13,3 Millionen Menschen,
darunter Millionen von Kindern, von der Dürre am Horn von Afrika
betroffen. Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen
wird sich die Zahl der in Somalia allein von der Hungersnot akut
betroffenen Bevölkerung bis Jahresende von 750 000 auf 1 Million
erhöhen; die Hungersnot werde sich diesen Angaben zufolge zudem auf
weitere Gebiete in Somalia ausweiten.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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