• 12.10.2011, 10:17:43
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Weitere Unterstützung für das Bildungsvolksbegehren durch ElementarpädagogInnen

Bildung fängt viel früher an

Wien (OTS) - Eine engagierte Gruppe von ElementarpädagogInnen hat
sich unter dem Namen "Wir Elementarpädagoginnen für das Volksbegehren
Bildungsinitiative" formiert, um aktiv das Bildungsvolksbegehren von
3. bis 10. November zu unterstützen.

Die Präsentation der Forderungen der Gruppe fand gestern, 11.10.,
im Dschungel Wien (MQ) statt. Die Gründungsmitglieder Raphaela Keller
(ÖDKH), Heide Lex-Nalis (Plattform EduCare), Martina Petzl-Bastecky
(KIV - Konsequente Interessenvertretung) und Dagmar Wirl (Gründerin
des Montessori-Hauses St. Johann/Tirol) legten dabei ihre Beweggründe
für ihre Unterstützung des Bildungsvolksbegehren, das von Dr.
Androsch initiiert wurde, dar.

"Das Bildungsvolksbegehren fordert die längst überfällige
Aufwertung des Kindergarten zu einer anerkannten und dementsprechend
gesetzlich verankerten Bildungseinrichtung der Elementarpädagogik.
Mit den bestehenden Rahmenbedingungen ist qualitätsvolle
Bildungsarbeit nicht garantiert" begründet Keller ihr Engagement.
Petzl-Bastecky liegt besonders eine Vereinheitlichung der
gesetzlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen am Herzen. "Es
braucht dringend ein einheitliches Bundesgesetz und lebbare
Arbeitsbedingungen, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee! Derzeit gibt
es neun unterschiedliche Landesgesetze und ca. 20 verschiedene
Arbeitsverträge" so Petzl-Bastecky.

Für Lex-Nalis sind die derzeitigen Rahmenbedingungen unerträglich.
"Kinder erspielen, erforschen und erüben sich im Kindergarten jene
Basiskompetenzen, die sie für ihr weiteres Leben brauchen. Doch die
Ausstattung der Gruppen erlaubt dies oft nicht. Spielmaterial, große
Räume und Gartenflächen, SpielgefährtInnen und gut ausgebildete
PädagogInnen, die mit viel Liebe dafür sorgen, dass die Lust am
Lernen erhalten bleibt - so müssen Kindergärten gestaltet sein"
fordert Lex-Nalis.

In eine ähnliche Richtung argumentiert Wirl, die auf die
chronische Unterfinanzierung des elementarpädagogischen Bereichs
hinweist. "Die OECD schlug bereits 2006 vor, 1 % des PIB in
elementarpädagogische Bildungseinrichtungen zu investieren.
Österreich investiert derzeit nur ca. 0,5%. Da ist es kein Wunder,
wenn nicht überall die wünschenswerte Qualität geboten werden kann"
sagt Wirl.

Gemeinsam wollen sie in ihren Netzwerken, aber auch durch
Veranstaltungen und Aktionen dem Bildungsvolksbegehren zum Erfolg
verhelfen. "Wer vom 3. Bis 10. November nicht aufsteht, hingeht und
unterschreibt ist am Bildungsnotstand in Österreich mit Schuld"
fordert Keller abschließend alle Österreicherinnen und Österreicher
zum Unterschreiben des Bildungsvolksbegehren auf.

Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative
   Mag. Georg Koenne, Pressereferent
   Tel.: 01/3100740-24
   Fax: 01/3100740-40
   mailto:[email protected]
   W: www.nichtsitzenbleiben.at

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