• 12.10.2011, 09:51:59
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Pension: SPÖ will Verbesserungen für Junge

Frais: "Bildungszeiten sollen für die Pension angerechnet werden."

Linz (OTS) - "Wir können nicht einfach zusehen, wenn das Vertrauen
vieler junger Menschen ins staatliche Pensionssystem erschüttert
wird", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. Der SPÖ-Landtagsklub
hat dazu schon im Oktober 2010 einen Initiativantrag zur Aufwertung
von Bildungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung im Oö.
Landtag eingebracht. "Die Lebenslagen junger Menschen werden derzeit
nicht ausreichend im Pensionssystem abgebildet - unser Antrag stellt
eine sachliche Verbesserungsmaßnahme für junge Menschen auf
freiwilliger Basis dar", so Frais im Vorfeld der morgigen
Unterausschusssitzung.

Unsere heutige Gesellschaft forciert akademische Ausbildung im Sinne
einer Anhebung der Akademikerquote an den OECD-Durchschnitt (ca. 30%,
Österreich dzt. 19%). Lebenslanges Lernen gilt als Grundvoraussetzung
für beruflichen Erfolg. Gleichzeitig stellen aber Bildungszeiten in
der gesetzlichen Pensionsversicherung "Leerjahre" ohne Zeiten- oder
Beitragsanrechnung dar. "Wir treten daher für die Möglichkeit einer
kostengünstigen Selbstversicherung für Studierende ein, die
jedenfalls eine Zeitenanrechnung und eine kostendeckende
Beitragsanrechnung bringen soll, um eine Benachteiligung von
Studierenden im System zu vermeiden", stellt der SP-Klubobmann fest.
Von den derzeit knapp 250.000 Studierenden in Österreich sind etwa
die Hälfte (124.629) nicht berufstätig, 41.430 sind geringfügig
beschäftigt und 81.074 arbeiten mehr als geringfügig.

So sind beispielsweise für die Korridorpension, die ab einem Alter
von 62 Jahren wählbar ist, insgesamt 37,5 Beitragsjahre in der
Pensionsversicherung erforderlich - ein Erfordernis, das bei einem
Studienabschluss und Berufseintritt im Alter von 25 Jahren etwa schon
nicht mehr erreicht werden kann. In zahlreichen Studien liegt das
durchschnittliche AbsolventInnenalter sogar deutlich über 25 Jahren
(Medizin 26,9 Jahre, Technik 27,3 Jahre, Boku 27,1 Jahre), was
bedeutet, dass diese Menschen etwa vom Zugang zur Korridorpension
weitgehend ausgeschlossen sind.

Konkret fordert die SPÖ eine leistbare Selbstversicherung für
Studierende, die vom Modell her vergleichbar mit der "staatlich
geförderten Zukunftsvorsorge" als freiwillige Einzahlung ins
gesetzliche Pensionssystem organisiert sein soll. "Wir werden im
Unterausschuss am Donnerstag mit ExpertInnen über verschiedene
Modelle und Beitragshöhen beraten. Unsere Stoßrichtung ist dabei ein
faires Angebot für junge Menschen im gesetzlichen Pensionssystem zu
schaffen", betont der SP-Klubobmann.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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