• 12.10.2011, 09:30:38
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Allianz Invest Quarterly: Euro wird Krise meistern, Österreich gut positioniert

Wien (OTS) - Wirft man einen Blick auf wirtschaftliche
Indikatoren, so zeigte sich im dritten Quartal in Europa eine
deutliche Abschwächung: Der Inflationsdruck nahm ab, ebenso das
Wachstum innerhalb der europäischen Volkswirtschaften. Für das vierte
Quartal empfehlen die Allianz Experten aufgrund der vielen
Unsicherheiten eine weiterhin vorsichtige Veranlagungsstrategie.

"Wir erwarten für das kommende Quartal weiterhin volatile Märkte
wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. Die Politik ist
dabei, das Notwendige zu tun - der Euro wird auch diese Krise
meistern", erklärte Martin Bruckner, Vorstand der Allianz
Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in
Österreich, am Mittwoch vor Journalisten.

Rezession ante portas?

Die derzeitigen Rahmenbedingungen spiegeln die Unsicherheit an den
Märkten wider: Global deuten die Vorlaufindikatoren auf eine
Verlangsamung der Wirtschaft hin. In der Eurozone ist die
Wahrscheinlichkeit eines "Double Dips" deutlich angestiegen. Daher
könnte die EZB in den kommenden Monaten die über den Sommer
beschlossenen Zinserhöhungen wieder zurücknehmen. In den USA hat die
FED die Nullzinspolitik auch über das Jahr 2012 festgelegt, weitere
quantitative Maßnahmen sind möglich. Die FED strebt mit ihrer
angekündigten expansiven Geldpolitik ein sehr niedriges Zinsniveau
über die gesamte Kurve an, um die konjunkturelle Entwicklung
möglichst zu unterstützen. In den Schwellenländern wechselt der Fokus
von inflationären hin zu Wachstumsrisiken. Der Zinserhöhungszyklus in
den Emerging Markets dürfte - auch aufgrund der abnehmenden
Inflationsrisiken - zu Ende kommen. "Die Kernfrage, ob es zu einer
Abkühlung in der Mitte des Konjunkturzyklus oder zu einem Abgleiten
in neuerliche Rezession kommt, ist aktuell nicht mit Sicherheit zu
beantworten", erklärt Bruckner.

Schuldenstand: Eurozone besser als USA, Emerging Markets bauen
Schulden ab

Während in den Industrieländern der Schuldenstand der öffentlichen
Hand auch in den kommenden Jahren steigt, geht dieser in den Emerging
Markets zurück. Wirft man einen Blick auf den Schuldenstand einzelner
Regionen, so zeigt sich, dass die Verschuldung der Euro-Zone deutlich
unter jener der USA und Japans liegt. "Die Euroländer können es aus
sich heraus schaffen, die Krise zu meistern", ist Mag. Martin Maier,
Geschäftsführer Allianz Invest KAG, überzeugt. "Es warten große
Herausforderungen - die Politik setzt alles daran, alle Maßnahmen zu
ergreifen, um für die Stabilität des Euro zu sorgen", so Maier.
Österreich scheint grundsätzlich positiv positioniert: Der
Schuldenstand wird 2011 laut einer Prognose des IWF 72 Prozent des
BIP betragen, das Defizit bei 3,5 Prozent liegen. "Die in Relation
positiven wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, das nach wie
vor die Wachstumslokomotive in der Eurozone ist, wie auch in Ländern
in Osteuropa mit guten Fundamentaldaten, stellen gute Chancen für
Österreichs Exportwirtschaft dar", so Maier.

Strategie für das vierte Quartal: Anleihen gegenüber Aktien
übergewichten

Kurzfristig sei jedoch für den privaten Anleger mehr Vorsicht
geboten: "Fährt man normalerweise mit 130 km/h auf der Autobahn, so
bremst man sich bei Nebel bzw. schlechter Sicht in jedem Fall auf
unter 80 km/h ein. Wir empfehlen, das Tempo weiter zu drosseln und
mit einer vorsichtigen Strategie das Lichten des dichter werdenden
Nebels abzuwarten", so Bruckner. Die Allianz Experten empfehlen
daher, Anleihen gegenüber Aktien überzugewichten, und dabei
insbesondere Pfandbriefe. Die Staatsanleihenrenditen in den USA und
Deutschland befinden sich auf Rekordtiefs; in der Eurozone ist der
Anleihenmarkt sehr differenziert zu sehen. Die Risikospreads von High
Yield-Anleihen und Emerging Market-Bonds stiegen in den letzten
Wochen deutlich an und bieten bei Besserung der Marktstimmung eine
erneut gute Einstiegschance. Die Aktienbewertung erscheint aus
heutiger Sicht attraktiv; das Sentiment war zuletzt bereits sehr
negativ. Als Chance charakterisiert Bruckner eine Bärenmarkt-Rallye
zum Jahresende. Als Risken lassen sich eine unkontrollierte
Ausweitung der Staatsschuldenkrise auf große EU-Länder wie z.B.
Spanien definieren sowie eine Rezession in Europa und den USA.

Für private Anleger hat Bruckner daher eine alte, aber bewährte
Börsenweisheit parat: "Never put all your eggs in one basket: Der
beste Schutz gegen unvorhersehbare Ereignisse ist Diversifikation",
so Bruckner abschließend.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news

- Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Foto: Mag. Martin Maier ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Handout als PDF

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen
Vorbehalten.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern
oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen
mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher
wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen.
Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.

Keine Pflicht zur Aktualisierung

Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser
Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:

Mag. Manfred Rapolter, MA
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: manfred.rapolter@allianz.at 
   Internet: http://www.allianz.at

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