Womit auch das geklärt wäre ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. Okt. 2011

Klagenfurt (OTS) - "Österreich hat genügend Geld für den Fall der Fälle", sagt Finanzministerin Maria Fekter - und meint mit dem Fälles Fall eine neuerliche Bankenkrise. "Die Mittel, die Österreich zur Verfügung hat, sind ausreichend zur Unterstützung der Bankinstitute." Wenn s die Finanzministerin sagt, wird es wohl so sein, möchte man meinen - fragt aber für alle Fälle und als gelernter Österreicher lieber nach. Antwort: "Sechs der bei der letzten Krise beschlossenen 15 Milliarden Euro für Eigenkapitalzuschüsse sind noch vorhanden", lässt Fekter tief blicken. Tief in Sachen Naivität - zeugt doch ihre Antwort in erster Linie von einem Optimismus, den kaum ein Experte mehr teilen kann: Ein Optimismus, der meint, dass die nächste Bankenkrise ein Lercherl zu ihrer Vorgängerin sein werde. Neun Milliarden Euro haben unsere Geldinstitute damals (als alles gar nicht SOOO schlimm war) in Anspruch genommen. Jetzt sollen sechs Milliarden reichen? Nun, das glaubt blauäugig Fekter. Und schiebt nicht minder naiv nach: "Deshalb werden keine Steuererhöhungen notwendig sein." Alsdann! Womit auch das geklärt wäre: Das nächste Bankenpaket wird über höhere Steuern finanziert ...

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